Sebastian Vettel kam erst kurz vor Ende des Testtages zum Fahren

Formel 1 2014

— 28.01.2014

Vettels verpatzter Testauftakt: "Es ist nicht gut gelaufen"

Am ersten Testtag des Formel-1-Jahres 2014 fährt Sebastian Vettel nach Problemen mit dem RB10 gerade einmal drei Runden - "Es gibt eine Menge zu tun"



Den Start in die Wintertests der Formel 1 hatten sich Sebastian Vettel und Red Bull deutlich anderes vorgestellt. Eigentlich wollte der Weltmeister mit dem neuen RB10, der am Morgen in Jerez präsentiert wurde, gleich im Anschluss die ersten Testrunden fahren. Doch Probleme mit dem Fahrzeug fesselten den Heppenheimer fast den ganzen Tag an die Box. Erst 13 Minuten vor dem Testende ging Vettel erstmals auf die Strecke, kam aber nicht über drei Installationsrunden hinaus.

"Es ist nicht gut gelaufen", lautet daher sein Fazit. "Es ging vor allem darum, am heutigen Tag überhaupt noch ein bisschen zu fahren. Jetzt haben wir Zeit bis morgen, um das auszuwerten, aber es gibt jede Menge zu tun." Vettel war jedoch nicht der Einzige, der heute kaum zum Fahren kam. "Wie wir am gesamten Fahrbetrieb des heutigen Tages sehen, hatten alle so ihre Probleme", sagt er. So ging Jenson Button (McLaren) wegen technischer Probleme überhaupt nicht auf die Strecke.

Ursache für die Verzögerung im Testprogramm von Red Bull war eine falsch herum eingebaute Feder an der Hinterradaufhängung. Sämtliche Komponenten zu entfernen und nach dem Drehen der Feder wieder einzubauen, dauerte fast den ganzen Tag, da die Mechaniker mit dem neuen Auto noch nicht vertraut sind. "Am Anfang der Saison dauert so etwas länger als am Ende, wenn sich bei den Mechanikern eine gewisse Routine einstellt", zeigt Vettel Verständnis für die Situation. "Das Getriebe abzubauen, was jetzt vielleicht noch zwei Stunden dauert, dauert dann nur noch eine halbe Stunde."

Nach den Installationsrunden kurz vor 17:00 Uhr, bei denen Vettel nicht über die Ziellinie fuhr und somit keine Zeit setzte, herrschte dann erneut Aufregung in der Red-Bull-Box, denn der RB10 kam rauchend von der Strecke zurück. "Wir schauen gerade selber nach; was genau es war, wissen wir noch nicht", rätselt auch Vettel noch über die Ursache. "Es war kein schlimmer Brand. Ich denke, dass irgendwo etwas zu heiß geworden ist, gerade von den ganzen Hitzeschildern, von denen es einige gibt. Aber nichts Dramatisches."

Bei den drei langsam gefahrenen Runden konnte Vettel noch keinen Eindruck vom neuen Auto gewinnen. "Dafür war es einfach zu wenig. Ich habe noch nicht einmal ganz aufs Gas treten können", sagt der viermalige Weltmeister. "Bei den drei Runden am Schluss ging es nur darum, das Auto um die Strecke zu tragen und zu sehen, ob alles dicht ist." Obwohl die Fahrzeit heute fast gegen Null tendierte, war der Tag für Vettel nicht völlig umsonst. "Es gibt eine Menge Dinge dir wir durchgehen können, auch wenn wir heute kaum gefahren sind", sagt er.

Vettel rechnet ohnehin damit, dass auch andere Teams während er Saisonvorbereitung noch ihre Probleme bekommen werden. "Es tun sich wahrscheinlich alle so schwer wie wir und haben praktisch die gleichen Baustellen vor sich. Letztendlich gleicht sich das alles aus. Wir haben noch ein paar Tage Zeit", gibt sich der Red-Bull-Pilot unbesorgt.

"Wichtig ist, dass wir die Zeit hier in Europa nutzen, um alle so weit vorzubereiten, dass es im Idealfall in Bahrain dann tadellos funktioniert. Irgendwelche Kleinigkeiten wird es wahrscheinlich immer geben", so Vettel. Einen Namen für das neue Auto mit der charakteristischen Kielnase hat der 26-Jährige noch nicht gefunden. "Das dauert noch ein bisschen. Sie hat noch Zeit, sich zu beweisen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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