Jerez: Jean-Eric Vergne hat bereits die ersten Runden im neuen STR9 absolviert

Formel 1 2014

— 28.01.2014

Tost wettert gegen die eigene Optik: "Anfangs ein Schock"

Toro Rosso hadert mit der Delfinsschnauze am eigenen Auto, den Motorenhersteller Renault frustriert indes das Medieninteresse, das die neuen Nasen beanspruchen



Toro Rosso zählt in diesem Jahr zu jenen Autos, die an Delfine, Nasenbären oder Pinocchio erinnern - das offenbarte die Präsentation des neuen STR9 am Montagabend in Jerez. Generell hat sich optisch eigentlich nicht allzu viel am Boliden aus Faenza getan - wäre da nicht diese eigenwillige Nase. Die gewöhnungsbedürftige Spitze hat den Sinn und Zweck, dem Reglement zu entsprechen und gleichzeitig optimale Aerodynamikeigenschaften mitzubringen, dennoch ist auch Teamchef Franz Tost kein Freund der visuellen Verunglimpfung.

"Ich habe das Design im Oktober zum ersten Mal gesehen. Am Anfang war es natürlich ein Schock", gibt der Österreicher zu. "Ich mag die Nasen nicht, ganz ehrlich. Das ist der Formel 1 nicht würdig. Die Aerodynamiker glauben, dass das die schnellste Variante ist, aber ich finde, diese Nasen sollten in der Formel 1 keine Zukunft haben. Dieses Jahr geht das nicht mehr, aber für nächstes Jahr werden wir sehen." Ansonsten gefalle dem Teamchef der STR9 eigentlich recht gut. "Mit der Nase muss ich mich noch anfreunden, aber das konnte ich zum Teil schon im Windkanal."

Auch die beiden Toro-Rosso-Piloten scheinen nicht gerade begeistert. "Mein Lieblingsauto war das von 2008, als es eine Menge Aerodynamik gab. Da sahen die Autos richtig schön aus", meint Jean-Eric Vergne, weiß sich aber auch diplomatisch auszudrücken: "Ein Auto, das gewinnt, sieht immer gut aus. Wenn wir damit also Großes erreichen, ist es eine Schönheit." Teamkollege Daniil Kwjat gibt die Hoffnung auf eine Schönheitsoperation indes noch nicht auf: "Bisher haben wir viele unterschiedliche Formen gesehen, und wer weiß, ob sich während des Jahres da nicht noch etwas verändert?"

Motorenhersteller Renault, der die Scuderia in diesem Jahr ausrüstet, hadert mit der großen Aufmerksamkeit, die die neuen Nasen auf sich ziehen: "Wir haben so viel Arbeit in die Motoren gesteckt, und die Geschichte (über Delfine etc.; Anm. d. Red.) wird im Saisonverlauf schon ihren Platz in den Medien finden", fürchtet Motorenchef Rob White. Zwar sei er wenig überrascht von der neuen Optik gewesen, dennoch sei es "natürlich ein bisschen frustrierend", zumal sich nicht einmal Renault selbst bis dato an die Nasen gewöhnt habe.

Fotoquelle: xpbimages.com

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