Adrian Newey ist für Toto Wolff ein echtes Ausnahmetalent - Jerez ändert daran nichts

Formel 1 2014

— 31.01.2014

Wolff: "Es gibt nur einen Adrian Newey"

Toto Wolff hält den Red-Bull-Chefdesigner für ein Ausnahmetalent und setzt alle Hoffnungen in den neuen Antriebsstrang - auch wenn er nicht wirklich daran glaubt



Mercedes-Sportchef Toto Wolff gibt sich kleinlaut, was die Titelambitionen seines Teams in der Saison 2014 angeht. Für den Österreicher ist Red Bull aller Voraussicht nach auch weiterhin das Maß der Dinge, weil sich die Weltmeistermannschaft aus Milton Keynes langfristig in diese Position gebracht hat. Und weil Red Bull nach wie vor Adrian Newey als Chefdesigner beschäftigt. Die einzige Titel-Hoffnung setzt Wolff in den neuen Antriebsstrang von Mercedes, gleichzeitig rechnet er aber nicht damit, dass der sich von der Konkurrenz abheben wird.

"Es ist noch viel zu früh, um über Titel zu sprechen", stellt er gegenüber 'Formula1.com' klar. "Natürlich ist Mercedes in die Formel 1 gekommen, um irgendwann die Weltmeisterschaft zu gewinnen, aber das ist keine einfache Angelegenheit. Wir können jetzt nicht aufspringen und behaupten, dass wir 2014 beide Titel gewinnen werden, das wäre töricht. Du musst dich zuerst profilieren, bevor du die Früchte ernten kannst." So wie etwa Red Bull...

"Wir sind vergangenes Jahr Zweiter geworden, weil andere schlechter waren als wir ", meint Wolff mit einer Spur Sarkasmus ob des Rückstands auf Red Bull, "aber das wollen wir ändern. Red Bull ist einfach davongeeilt und hat sich beide Titel gekrallt. Ob ich ernsthaft glaube, dass wir die Lücke über den Winter haben schließen können? Nein, ich denke nicht." Red Bull habe sich über viele Jahre mit brillanten Leuten aufgestellt, da muss Mercedes erst hinkommen, glaubt der Sportchef.

Zumindest einen Funken Hoffnung setzt Wolff in die neue Antriebseinheit - sofern sie denn merklich stärker wäre als die Konkurrenzmaschinen von Ferrari und Renault. "Man könnte meinen, dass sich das Blatt in dieser Saison wegen der neuen Motoren wendet. Was das für uns bedeuten würde, wissen wir aber noch nicht. Falls das Mercedes-Aggregat einen Vorsprung haben sollte - was ich nicht glaube -, dann könnte sich das Universum vielleicht verändern. Da sehe ich uns aber noch nicht."

In Jerez hatte es allerdings bis dato den Anschein, als ob der Mercedes-Antrieb der stärkste im Felde und vor allem der zuverlässigste wäre. Renault und Red Bull hingegen erlebten ein Debakel. Möglicherweise könnte sich Wolffs Hoffnung ja doch erfüllen. Allerdings weiß der 42-Jährige, dass Red Bull noch ein Ass im Ärmel hat: "Es gibt nur einen Adrian Newey. Er ist unter den heutigen Regeln ein absolutes Ausnahmetalent." Nichtsdestotrotz habe auch Mercedes ein brillantes Designteam unter der Leitung von Aldo Costa.

Frühestens beim Bahrain-Test wird sich zeigen, ob die Silberpfeile Red Bull weiterhin auf Distanz halten können. Sollte Mercedes tatsächlich in einigen Monaten um den Titel kämpfen, wäre eine Stallorder wie Multi 21 (Red Bull in Malaysia 2013) für Wolff übrigens definitiv eine Option: "Ja, natürlich. Sollten wir am Ende der Saison mit einem Fahrer die Chance auf den Titel haben und mit dem anderen nicht, wäre das eine notwendige Anweisung." Das sei aber noch lange kein Thema, und wenn sich eine solche Situation tatsächlich ergäbe, wäre die Strategie ohnehin bereits im Vorhinein klar.

Fotoquelle: xpbimages.com

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