Jules Bianchi drehte in Jerez 25 Runden mit seinem neuen Marussia

Formel 1 2014

— 01.02.2014

Marussia zufrieden, weil besser als Red Bull

Obwohl die zwei ersten Testtage in Jerez für Marussia ausgefallen sind, ist das Team mit seinen 30 absolvierten Runden zufrieden - mehr als Red Bull in vier Tagen



Marussia zeigt sich nach den Testfahrten von Jerez alles in allem zufrieden. Trotz diverser Verzögerungen brachte der russische Rennstall nämlich mehr Runden zustande als das amtierende Weltmeisterteam Red Bull. "Das bedeutet, wir haben einen großartigen Job gemacht", meint Fahrer Jules Bianchi. "Das Team hat enorm Gas gegeben, um doch noch hier zu sein, und wir haben es geschafft." Besonders der Freitag habe für Marussia die Reise nach Jerez gerechtfertigt.

Denkbar schlecht hatten die Testtage für Marussia begonnen: Aufgrund eines "kleinen, aber frustrierenden technischen Problems" reiste das Team aus Banbury nicht rechtzeitig zum Start am Dienstag in Südspanien an, sondern ging zunächst dem Fehler im heimischen Werk nach. So kam die Mannschaft um Bianchi und Max Chilton mit gehöriger Verspätung am Circuito de Jerez an und ging erst am dritten Testnachmittag auf die Strecke.

Zwar habe Marussia am Donnerstag mit fünf Runden nicht allzu viel Erfahrung auf der Strecke sammeln können, "aber bei der Jungfernfahrt ist es normal, dass du ein paar Probleme hast, obwohl es auch keine großen waren", erklärt Bianchi. Der Freitag habe dann aber eine enorme Verbesserung dargestellt: "Wir haben 25 Runden geschafft. Das ist zwar auch nicht berauschend, weil wir uns mehr vorgenommen hatten, aber es war ein guter Start."

Ausreichend Daten gesammelt

Sportdirektor Graeme Lowdon zeigt sich ebenfalls zufrieden: "Man muss bedenken, dass es ja erst unser zweiter Tag war, nicht der vierte. Wir haben viel gelernt, und darum geht es ja beim Testen. Wir haben genug Daten gesammelt, um vor dem Bahrain-Test ein neues Programm auf die Beine zu stellen. Alles in allem können wir also sehr zufrieden mit den bisherigen Fortschritten sein." Zudem stimmt den Briten die Erinnerung an die Vorsaison zuversichtlich: "Vergangenes Jahr hatten wir ein sehr zuverlässiges Auto, darauf hoffe ich auch 2014."

Pilot Chilton hatte 2013 den Formel-1-Rekord aufgestellt, in allen 19 Rennen ins Ziel gekommen zu sein. Lediglich Teamkollege Bianchi leistete sich zwei Ausfälle - etwa durch einen Motorschaden am Nürburgring. Mit Blick auf jene Antriebseinheit schöpft Lowdon zusätzliche Hoffnung: "Wir bekommen unseren Motor und so weiter jetzt ja von Ferrari, das ist natürlich auch eine große Hilfe." Die Entscheidung, erst später nach Jerez zu reisen, sei übrigens die richtige gewesen: "Wir wollten das Problem in der Fabrik lösen, wo wir mehr Ressourcen haben. Das war auf jeden Fall besser, als hier herunter zu kommen und nur in der Garage zu sitzen." So wie Red Bull zum Beispiel.

Gesamtrundenzahl Teams:

Mercedes - 309
Ferrari - 251
McLaren - 245
Williams - 175
Sauber - 163
Force India - 146
Caterham - 76
Toro Rosso - 54
Marussia - 30
Red Bull - 21

Gesamtrundenzahl Motorenhersteller:

Mercedes - 875
Ferrari - 444
Renault - 151

Fotoquelle: xpbimages.com

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