Ferrari hat nach Mercedes die meisten Runden beim Test in Jerez absolviert

Formel 1 2014

— 01.02.2014

Entgegen allen Schmähs: Ferrari findet neue Technologie gut

Stefano Domenicali zieht positive Schlüsse nach den Testtagen von Jerez und lobt das Auto sowie seine Fahrer - Der neuen Formel 1 steht Ferrari freundlich gegenüber



Einen Tag nach Ende der Testfahrten von Jerez hat sich Ferrari in Maranello zur Nachbereitung der vergangenen vier Tage getroffen. Wegen der großen Veränderungen im Reglement sei der Arbeitsaufwand während des Tests so groß wie nie zuvor gewesen: "Das waren vier sehr anstrengende und wichtige Tage, die uns auch in den kommenden Tagen noch ordentlich beschäftigen werden", resümiert Teamchef Stefano Domenicali auf der offiziellen Webseite des Teams.

Sowohl die technischen Parameter des neuen F14 T als auch die Aerodynamik haben den Erwartungen der Scuderia entsprochen und bilden einen soliden Ausgangspunkt, meint der Italiener. "In Jerez haben wir uns auf die Feineinstellungen der neuen Systeme konzentriert, um sicherzugehen, dass alle Komponenten der neuen Antriebseinheit so gut funktionieren, wie es nur geht." Der neue Antriebsstrang Ferraris hatte sich in Jerez als relativ zuverlässig herausgestellt, insgesamt absolvierten die "Roten" 251 Runden - nur Mercedes war besser (309).

Auch habe es Domenicali gefreut, wie gut Kimi Räikkönen und Fernando Alonso miteinander harmoniert haben, und dass beide exzellentes Feedback für die technische Weiterentwicklung geliefert haben - "auch wenn das kaum überraschend war". Wer von beiden die besseren Leistungen erbracht hat, sei noch nicht abzusehen: "Wir können bisher absolut keinerlei Rückschlüsse auf die Performance ziehen - weder die des F14 T noch die der Konkurrenz. Viel wichtiger ist, dass wir klar vor Augen haben, was wir nun tun müssen und in welche Richtung es geht, sodass wir in der bestmöglichen Form in Melbourne ankommen", erklärt der Teamchef.

Auch zur allgemeinen Debatte über die "neue" Formel 1 mit ihrer - für viele - enttäuschenden Akustik und gewöhnungsbedürftigen Optik bezieht Domenicali Stellung: "Wir sind definitiv am Anfang einer neuen Ära dieses Sports. Wie das aber immer so ist bei derart radikalen Veränderungen, wäre es verfrüht, irgendwelche voreiligen Schlüsse zu ziehen. Unserer Meinung nach sind die neuen Technologien wirklich interessant." Schließlich stellen die Neuerungen auch gewisse Vorteile für Ferrari als Automobilbauer dar, "weil wir die die Technologie natürlich auch auf alle anderen Bereiche unseres Unternehmens übertragen".

Fotoquelle: xpbimages.com

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