Jenson Button glaubt, dass die Formel 1 2014 kaum schneller sein wird als die GP2

Formel 1 2014

— 05.02.2014

Button & McNish: Die Formel 1 wird zwei Sekunden langsamer

Jenson Button und Allan McNish glauben, dass die neuen Boliden zwar noch erheblich schneller werden, aber nie an 2013 herankommen können



5,397 Sekunden - so viel langsamer war die Formel 1 bei den Testfahrten von Jerez im Vergleich zum Vorjahr. Während 2013 noch eine Rundenzeit von 1:17.879 Minuten die Bestmarke bedeutete, lag Kevin Magnussen mit seiner Topzeit vom Donnerstag (1:23.276) doch deutlich dahinter. Nun ist eine Diskussion entbrannt, ob die neue Formel 1 zu langsam sei. McLaren-Pilot Jenson Button und Ex-Fahrer Allan McNish sind sich weitestgehend einig: Auch wenn die Autos noch deutlich schneller werden, wird die Königsklasse merklich langsamer sein als bisher.

Dennoch gibt Button aber zu bedenken, dass es sich in Jerez ja um den allerersten Test eines völlig neuen Autokonzepts gehandelt hat. "Vergangenes Jahr hatten sich die Dinge über den Winter kaum verändert, da waren wir direkt ziemlich schnell. Zwar haben wir uns bis zum ersten Rennen noch verbessert, aber nicht so massiv. Wenn wir dieses Jahr hingegen ins Auftaktrennen gehen, wird jeder erheblich schneller sein. Und etwa drei Rennen später wird es noch mal einen ordentlichen Sprung bei den Rundenzeiten geben."

McNish stimmt dem Briten via 'BBC' zu: "Im vergangenen Jahr waren die Autos gut fünf oder sechs Sekunden langsamer, aber der Test dieses Jahr war wegen der Komplexität der Autos eher eine Art verlängerter Shake down. Ich würde nicht erwarten, dass sie in Melbourne so schnell werden wie vor einem Jahr, denn 2013 befanden sich die Autos am Ende eines Fünf-Jahres-Zyklus." Trotzdem rechnet der Schotte damit, dass die Boliden zum Auftaktrennen bereits ein bis zwei Sekunden schneller als in Jerez sein werden.

"Was sie aber davon abhält, mit den Rundenzeiten des vergangenen Jahrs zu konkurrieren, sind die Reifen", räumt McNish ein. "Wenn Pirelli den konservativen Weg geht und härtere Reifen baut, um dem erhöhten Drehmoment der neuen Antriebseinheiten nachzukommen - und sie sagen, dass sie das tun -, dann wird das die Autos unausweichlich langsamer machen." Das weiß auch Button und orakelt: "Gegen Ende des Jahres werden wir nicht mehr so weit weg sein, vielleicht wenige Sekunden - was schon ziemlich gut wäre, wenn man sieht, wo wir jetzt stehen."

Mit einer einfachen Rechnung verdeutlicht er den erwarteten Unterschied zum Vorjahresauto: "Die diesjährigen Reifen werden vermutlich etwa eine halbe Sekunde langsamer sein. Zudem sind die Autos schwerer; durch das zusätzliche Gewicht kommen zwischen einer und 1,2 Sekunden dazu. Dann sind wir schon bei 1,6 bis 1,8 Sekunden - nur durch diese beiden Veränderungen. Wir werden dieses Jahr also immer langsamer bleiben."

So fürchtet Button sogar, dass die GP2, die Rennserie unterhalb der Formel 1, gefährlich nahe kommen könnte: "Sie werden auf jeden Fall ein ganzes Stück näher dran sein auf gewissen Strecken. Wir werden schneller sein, aber nicht viel schneller." Erste Fortschritte auf dem Weg zum schnelleren Auto vermeldet der Weltmeister von 2009 via 'Twitter': "Heute war ein positiver Tag im Simulator, und ich habe mich mit den wichtigen Leuten für die Aerodynamik-Richtung und das Fahrverhalten getroffen." Erste Fortschritte könnten sich bereits in Bahrain am 19. Februar abzeichnen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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