Das Lotus-Team entschuldigt sich für sein lobenswertes Toleranz-Plädoyer

Formel 1 2014

— 08.02.2014

Lotus: Beifall für "unautorisierten" Homosexuellen-Tweet

Lotus entschuldigt sich für einen Tweet im Zeichen der Toleranz - Fühlten sich russische Partner des Teams auf den Schlips getreten?



Kurz vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Sotschi erntete das Lotus-Team zunächst jede Menge Beifall für einen Tweet, der sich in Windeseile im Internet verbreitete. Darauf zu sehen waren zwei sich küssende Männer mit aufmunternden Worten für alle Sportler, die in Sotschi um Medaillen kämpfen. Die Reaktionen der User waren angesichts eines derart mutigen Statements überwiegend positiv.

Hintergrund ist, dass es in Russland verboten ist, gegenüber Kindern Propaganda für Homosexualität zu betreiben, was in den vergangenen Wochen weltweit für Diskussionen und Proteste gesorgt hat. Offenbar wollte die Presseabteilung des Formel-1-Rennstalls den Anlass nutzen, um eine Botschaft der Toleranz zu verbreiten, doch wenige Stunden später war der Tweet auch schon wieder verschwunden.

"Wir möchten uns für eine unautorisierte Botschaft entschuldigen, die heute auf unserem Twitter-Account veröffentlicht wurde, und werden sicherstellen, dass das nicht mehr vorkommen kann", hieß es wenig später in einer Twitter-Erklärung.

Möglicherweise sorgte der Tweet für Ärger bei YotaPhone, einem neuen Sponsor des Lotus-Teams. Das Mobilfunk-Unternehmen stammt aus Russland und könnte demnächst zehn Prozent der Anteile des britischen Rennstalls übernehmen, wie es in verschiedenen Medienberichten heißt.

Fotoquelle: xpbimages.com

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