Formel-1-Chef Bernie Ecclestone denkt für 2015 über Formel-1-"Spitzeldienste" nach

Formel 1 2014

— 09.02.2014

Ecclestone lobt Belohnung für Formel-1-"Spitzel" aus

Um die künftige Budget-Obergrenze überprüfen zu können, will Bernie Ecclestone eine Belohnung für Informanten in Höhe von einer Million Euro ausloben



Eine Million Euro. Das ist die Summe, die Formel-1-Chef Bernie Ecclestone im kommenden Jahr für Informanten ausloben will. Damit will der 83-jährige Brite sicherstellen, dass die zur Saison 2015 eingeführte Budget-Obergrenze von umgerechnet rund 147 Millionen Euro auch wirklich eingehalten wird. Und die "Spitzel" müssen nicht notwendigerweise aus dem Formel-1-Fahrerlager stammen.

"Wir denken darüber nach, jedem Informanten eine Million Euro zu bezahlen, sofern sich dessen Wissen als akkurat herausstellt", wird Ecclestone im britischen 'Express' zitiert. Und Ecclestone plant auch bereits Sanktionen: "Im nächsten Schritt gehen wir auf das betreffende Team zu und drohen damit, ihnen im Folgejahr die drei besten Ergebnisse zu streichen. Dann schauen wir einmal, ob sie betrügen wollen."

Dass es ab 2015 eine Budget-Obergrenze in der Formel 1 geben wird, steht laut Ecclestone nicht mehr zur Debatte. "Wir haben das verabschiedet. Es wird passieren", meint er. "Alle haben der Summe von 200 Millionen US-Dollar (umgerechnet etwa 147 Millionen Euro; Anm. d. Red.) zugestimmt. Noch ist aber ungeklärt, was alles in diesen 200 Millionen US-Dollar enthalten sein wird."

Und genau dies könnte sich als Stolperstein für die neue Regelung erweisen. Weshalb Ecclestone künftig auf Formel-1-"Spitzel" setzen will, um der Situation Herr zu werden und Regelverstöße aufzudecken. "Denn solange wir nicht alles unter die Budget-Obergrenze setzen, werden die Teams immer einen Weg finden, diese Limitierung zu umgehen", sagt Ecclestone. "Es wird schwierig."

Fotoquelle: xpbimages.com

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