Daniel Ricciardo nutzte den Jerez-Test, um Weltmeister Vettel zu beobachten

Formel 1 2014

— 12.02.2014

Ricciardo: "Sebastian bringt mich bereits weiter"

Red-Bull-Neuling Daniel Ricciardo erklärt, dass er trotz des verpatzten Testauftakts bereits von Vettel lernt und sein Team vor dem Bahrain-Test Fortschritte macht



Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost hatte seinem ehemaligen Schützling Daniel Ricciardo zum Abschied ein starkes Red-Bull-Auto für seine Debütsaison gewünscht - ob dies in Erfüllung geht, steht derzeit in den Sternen, denn der RB10 streikte beim Teststart in Jerez: Der "Aussie" und Weltmeister Sebastian Vettel kamen gemeinsam an vier Tagen auf nur 21 Runden und nicht einmal 100 Kilometer.

Ricciardo ist aber gegenüber 'AAP' guter Dinge, dass sich Red Bull in Bahrain in anderer Form präsentieren wird: "Wir sind zuversichtlich, dass es glatter laufen wird. Dieses Jahr ist aber alles so komplex, dass wir uns nicht sicher sein können, ehe wir endlich auf unsere Runden kommen."

Der 24-Jährige deutet an, dass sein Rennstall Veränderungen am Boliden vorgenommen hat: "Ich habe das Auto gestern gesehen, und sie haben ziemliche Fortschritte gemacht - hoffentlich bringen wir also nun unser Jahr in Schuss." Das wird vor allem für Ricciardo wichtig sein, schließlich muss er sich im Gegensatz zu Vettel, der seit 2009 im Team ist, an seine neue Mannschaft gewöhnen.

Ricciardo lernt von Vettels Arbeitsweise

Der ehemalige Toro-Rosso-Pilot stellt aber klar, dass selbst der erste Test für ihn wichtig war - trotz all der Probleme. Er habe dabei die Möglichkeit gehabt, dem vierfachen Weltmeister bei der Arbeit auf die Finger zu schauen: "Alleine an der Strecke und bei den Ingenieursbesprechungen in seinem Umfeld zu sein - und wenn es nur die Art und Weise ist, wie er mit dem Team kommuniziert - , bringt mich weiter, da ich die Dinge auf natürlich Weise aufnehme und dabei lerne, wie er arbeitet."

Dass ihm Vettel nicht zeigen werde, wie man am schnellsten fährt, ist für den Mann aus Perth klar: "Das haben wir inzwischen alle drauf. Aber bereits hinter den Kulissen in seinem Umfeld zu sein, ist gut für mich."

Red-Bull-Neuling hält Ball flach

Dementsprechend spannend wird es auch sein, wie sich Ricciardo gegen den erfolgreichsten Formel-1-Piloten der vergangenen vier Jahre schlagen wird. Sein Vorgänger Mark Webber, der mit Vettel seine liebe Not hatte, räumt ihm gute Chancen ein und beziffert diese auf 50:50. Darauf angesprochen zuckt der Red-Bull-Neuling mit den Schultern: "Ich habe mir keine Zahl vorgenommen - also 50:50, ihn x Mal zu schlagen oder so. Für den Anfang wäre es schon gut, wenn ich ihn herausfordern kann."

Zunächst geht es für ihn aber darum, nicht unter die Räder zu kommen: "Wir wissen, welche Art von Kaliber er ist. Zuerst muss ich also von ihm lernen, seine Arbeit respektieren. Dann muss ich versuchen, ebenbürtig zu sein. Ich werde sich nicht sagen, dass ich ihn schlagen werde - denn solange mir das nicht gelingt, will ich gar nichts sagen. Aber natürlich würde ich das gerne tun."

Fotoquelle: xpbimages.com

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