Pat Symonds soll Williams wieder konkurrenzfähig machen

Formel 1 2014

— 11.02.2014

Technikchef Symonds stellt Williams auf Übergangsjahr ein

Williams-Technikchef Pat Symonds erklärt, warum er nicht damit rechnet, dass alle Probleme von 2013 gelöst sind und wie er das Team auf Vordermann bringen will



Für Williams geht es 2014 um die Rehabilitation nach der schwachen Vorjahres-Saison. Die Truppe, die nun von Frank Williams Tochter Claire Williams geleitet wird, fuhr im vergangenen Jahr nur mickrige fünf WM-Punkte ein - ein herber Rückschlag, nachdem man 2012 in Barcelona sogar einen Sieg verbucht hatte. Vier der fünf Punkte gehen auf das Konto von Valtteri Bottas, der in Texas das deutlich verbesserte Auto nutzte, um auf Platz acht zu fahren.

Ursache dafür war der Rückbau des Auspuffsystems auf den Stand von 2012. Der Coanda-Auspuff hatte die Mannschaft um Mike Coughlan die Saison verhagelt, dem Briten sogar den Job gekostet. Seit Ende August 2013 zieht nun Ex-Renault-Mastermind Pat Symonds in der Williams-Technikabteilung die Fäden.

Symonds will 2014 nutzen, um Probleme zu lösen

Das Team hat Glück: Das neue Reglement verunmöglich den Einsatz eines Coanda-Auspuffsystem, wodurch Williams bereits eine Sorge weniger hat. Dennoch gibt Symonds zu, dass dadurch nicht alle Technikprobleme gelöst sind. "Wir haben einige Bereiche identifiziert, wo das Auto im Nachteil war, und wir haben noch nicht alle gelöst", sagt er gegenüber 'Motorsport Monday'.

Neben dem Auspuff-System habe es noch einige kleinere Probleme gegeben. Der Brite ist aber "ziemlich zuversichtlich, dass wir diese im Laufe der Saison Schritt für Schritt lösen werden." Das klingt nach einem Übergangsjahr für die Mannschaft aus Grove. "Ja", widerspricht Symonds nicht. Das liegt vor allem daran, dass er mit seinen Umstrukturierungsmaßnahmen erst am Anfang ist.

"Als ich Ende August begonnen habe, waren große Teile des Autos bereits konstruiert - die Basis des Moncoques, die Aufhängung", erklärt er. Zudem gilt er im Gegensatz zu Leuten wie Red Bulls Stardesigner Adrian Newey oder auch Ferrari-Technikchef James Allison nicht als genialer Techniker, sondern als Manager mit Führungsqualitäten, der eine effektive Struktur implementiert.

Umstrukturierung muss sich erst einspielen

"Wir benötigen die richtigen Leute in den richtigen Positionen", sagt Symonds. "Das gilt vor allem für Williams. Dafür mussten wir einige neue Leute anstellen, und das benötigt in der Formel 1 viel Zeit, da es ja die Arbeitsverbote gibt. Jetzt sind aber fast alle von ihnen an Bord, allerdings noch nicht lange - erst seit ein paar Wochen", gibt er Einblicke in die Lage bei Williams.

Kein Wunder, dass er nicht damit rechnet, dass der Umbau sofort Wirkung zeigt - die Veränderungen müssen sich erst einspielen. Er rechnet nicht damit, dass Williams mit einem Top-Auto in Melbourne antreten wird. Er fordert aber von seiner Mannschaft, dass während der Saison große Fortschritte erzielt werden. Ab Melbourne solle jede Entscheidung "positiv sein - und das war bei Williams eine Zeitlang nicht der Fall. Viele Teile kamen auf das Auto, die dort wirklich nichts zu suchen gehabt hätten".

Fotoquelle: xpbimages.com

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