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Formel 1 2014

— 14.02.2014

Villeneuve: Das hat nichts mit Formel 1 zu tun

Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve übt harsche Kritik am neuen Reglement und den Regelmachern und sieht den Status der Formel 1 langfristig gefährdet



Mit einem komplizierten neuen technischen Reglement, dessen Auswirkungen auf die Rennen bei den ersten Testfahrten allenfalls zu erahnen waren, beschreitet die Formel 1 neue Wege. V6-Turbo-Motoren bestimmen ab sofort das Bild. Das kinetische Energierückgewinnungs-System (KERS) wurde zum deutlich komplexeren ERS aufgebläht, die pro Renndistanz zur Verfügung stehende Benzinmenge deutlich nach unten verändert. Ergo kommt dem Thema Spritsparen und Haushalten mit den Ressourcen im Cockpit ab sofort mehr Bedeutung denn je zu .

Ex-Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve macht sich so seine Gedanken und sorgt sich um das Image der Königsklasse. "Ich verstehe einfach nicht, was sie tun. Ich verstehe das Konzept nicht. Ich mache mir Sorgen um den Status der Formel 1", gesteht der Kanadier gegenüber 'Autosport' und fügt an: "Hoffentlich liege ich falsch."

Villeneuves Bedenken: "Die Formel 1 ist nicht mehr heroisch, die Fahrer sind keine Helden mehr." Das Problem sei, dass die Regeländerungen "künstlichen" Hintergrund hätten und dies würde "niemals funktionieren", so der Formel-1-Weltmeister des Jahres 1997, der in diesem Jahr die komplette Saison der Rallyecross-Weltmeisterschaft bestreitet.

Formel 1 langfristig auf dem Holzweg

Das Thema Spritsparen als solches ist in den Augen von Villeneuve nicht der Sargnagel, die Umsetzung dessen allerdings schon. "Es spricht nichts gegen Benzinsparen. In der Vergangenheit klappte das gut. Das Problem ist, dass es die Fahrer nicht selbst tun müssen. Die Elektronik nimmt es ihnen ab. Du sitzt einfach da und die Elektronik spart Sprit für dich. Das geht am Sinn der Maßnahme vorbei."

Mit der künstlichen Überholhilfe DRS, die 2014 ins vierte Jahr geht, hat sich Villeneuve ohnehin noch nie anfreunden können. "Überholt wird doch nur noch, weil man einen Knopf drückt und nicht, weil man ein tolles Manöver gesetzt hat", erneuert der Kanadier seine Kritik am verstellbaren Heckflügel und sieht mit der Ausrichtung hin zu "jüngeren Fans, die eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne haben und einfach alle paar Sekunden ein Überholmanöver sehen wollen" klar den falschen Weg eingeschlagen.

Angesichts der tiefgreifenden Regeländerungen für 2014 kommt Villeneuve zum Schluss: "Sie versuchen, die falschen Leute anzusprechen. Sie wollen die 'Grünen' für sich gewinnen, aber die Formel 1 ist nun mal nicht grün. Es ergibt keinen Sinn, so etwas überhaupt zu probieren. Das sorgt vielleicht für gutes Images in Reihen der Regierungen, aber es hat nichts mit Formel 1 zu tun. Es werden viele Entscheidungen getroffen, die der Formel 1 langfristig betrachtet nicht guttun."

Fotoquelle: gettyimages


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