Jann Mardenborough bei seinem Antrittsbesuch in der Red-Bull-Fabrik

Formel 1 2014

— 17.02.2014

"Gamer" Mardenborough neuer Red-Bull-Junior

Jann Mardenborough, der 2011 die GT-Akademie von Nissan gewann, ist neuer Red-Bull-Junior - Renneinsätze in der GP3 und Arbeit im Sim



Der Nachwuchskader von Red Bull ist um ein Mitglied reicher. Der 22-jährige Brite Jann Mardenborough wurde vom österreichischen Getränkehersteller in sein Fahrerprogramm berufen. Mardenborough wird in dieser Saison für das Red-Bull-Partnerteam Arden in der GP3-Meisterschaft antreten, parallel aber auch für Red Bull im Formel-1-Simulator arbeiten. Dort sollte sich der 22-Jährige besonders wohl fühlen, denn genau über diesen Weg kam er zum Motorsport.

2011 gewann Mardenborough die GT-Akademie von Nissan. Dabei setzte er sich in der Vorausscheidung gegen über 90.000 andere Teilnehmen durch. Gefahren wurde dabei noch nicht mit Karts oder Autos, sondern virtuell auf der Spielkonsole. Erst bei einem Trainingscamp in Silverstone ging es auf die Strecke. Nach der Endrunde stand Mardenborough als Sieger fest. Seitdem wurde er von Nissan gefördert und ging bei GT-Rennen, in einem LMP2 bei den 24 Stunden von Le Mans und in der Formel-3-Europameisterschaft an den Start.

Der Weg von Nissan zu Red Bull war dann nicht weit, denn die Nissan-Tochter Infinity ist Titelsponsor und Technologiepartner des Formel-1-Team. Dort würde Mardenborough eines Tages gerne fahren. "Das ist das ultimative Ziel, aber wir müssen sehen, wie weit ich die Leiter emporsteigen und wie weit ich mich steigern kann. Wenn ich mich weiterhin verbessere, sollte es möglich sein", so Mardenborough gegenüber 'Sky Sports Online'.

"Ich werde beim Training, im Simulator und bei den Rennen alles geben und muss dann sehen, was daraus wird. Das Red-Bull-Programm ist sehr reizvoll, ich hoffe, ich kann daraus etwas machen", so der junge Birte. Bei Red Bull wird er vor allem im Simulator tätig sein. "Sie waren vor allem deshalb an mir interessiert, weil ich von der PlayStation komme und wollten meine Meinung über ihren Simulator wissen. Wir werden während der Saison sehr eng zusammenarbeiten", ", sagt Mardenborough. "Das wird mir auch dabei helfen, Strecken wie Russland und den Hungaroring zu lernen, auf denen ich bisher noch nie gefahren bin."

"Wir haben Nissans innovativen Ansatz verfolgt, der den Status Quo des Motorsports herausfordert", sagt Andy Damerum, der bei Red Bull für das Fahrerprogramm zuständig ist. "Die traditionelle Route vom Kart über die Formelklassen bis in die Formel 1 ist erprobt, aber Nissan und PlayStation sind einen völlig anderen Weg gegangen und wollten talentierte Fahrer finden, die bisher auf Spielkonsolen trainiert haben. Ich bin gespannt, wie sich Jann in unserem Programm und in der GP3 schlagen wird und freue mich darauf, ihm mit Red Bull bei seiner weiteren Entwicklung zu unterstützen."

Fotoquelle: Nissan

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