Doppelte Punkt: Adrian Newey gefällt das ganz und gar nicht

Formel 1 2014

— 18.02.2014

Doppelte Punkte: Newey sorgt sich um's Ansehen der Formel 1

Adrian Newey äußert einmal mehr Kritik an der Punkteregel für das Saisonfinale und sorgt sich um das Ansehen der Formel 1 - Entscheidet am Ende der TV-Zuschauer?



Wohl kaum eine Regeländerung hat in den vergangenen Jahren in der Formel 1 für solche Kontroversen gesorgt: Mit der Entscheidung, beim Saisonfinale 2014 in Abu Dhabi die doppelte Anzahl der WM-Punkte zu vergeben, hat der Automobilweltverband FIA viele Fans und auch zahlreiche Protagonisten der Formel 1 gegen sich aufgebracht. Denn auch aus dem Fahrerlager reißt die Kritik an dieser Regeländerung nicht ab.

Auch Adrian Newey ist kein Fan dieser Neuerung, wie er nun wieder einmal bekräftigt. "Es wirkt auf mich sehr künstlich, dass ein Dritter Platz (in Abu Dhabi, Anm. d. Red.) mehr wert ist als ein erster Platz in Monaco oder bei einem anderen Rennen", so Newey gegenüber 'Autosport'. Dass man im Lager von Red Bull über die Neuerung nicht sonderlich erbaut ist, verwundert indes kaum, denn vor allem dieses Team wollte die FIA mit der Regeländerung treffen.

Denn diese war eine direkte Folge der Dominanz von Sebastian Vettel in der zweiten Hälfte der Saison 2013, durch die der Deutsche schon vier Rennen vor dem Saisonende seinen vierten Titel gewann. Die Folge waren sinkende Zuschauerzahlen bei den TV-Übertragungen der letzten Saisonrennen. Mit der neuen Regel soll die Meisterschaft nun länger offen gehalten werden, wenngleich sie im Vorjahr einen vorzeitigen Titelgewinn von Vettel auch nicht verhindert hätte.

Daher hält Newey den eingeschlagenen Weg für grundfalsch. "Es ist schade, dass sie bei dem Versuch, die Meisterschaft bei zum letzten Rennen offen zu halten, diesen künstlichen Weg einschlagen. Mir scheint, dass das Ansehen des Sports dadurch herabgesetzt wird", so Newey, den die willkürliche Aufwertung eines Rennens fast schon an Wrestling erinnert.

Der Technische Direktor von Red Bull ist der Ansicht, dass letztlich die Zuschauer vor den Fernsehgeräten mit darüber entscheiden werden, ob diese umstrittene Regel eine Zukunft hat. "Ob es für die folgenden Saison geändert wird oder nicht, hängt von der öffentlichen Meinung am Ende der Saison ab. Wenn die Einschaltquoten höher sind und niemand aus Protest ausschaltete, wird es als Erfolg angesehen und beibehalten werden", sagt er.

Fotoquelle: xpbimages.com

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