Sebastian Vettel fuhr am Donnerstag etwas mehr als eine Formel-1-Grand-Prix-Distanz

Formel 1 2014

— 20.02.2014

Vettel: "Wir wissen, wo die Baustellen sind"

Weltmeister Sebastian Vettel ist nach 58 Bahrain-Runden am Donnerstag zufrieden: "Wer mehr fährt, kann besser die Hausaufgaben erledigen"



Nach zahlreichen Problemen an den ersten fünf Testtagen der Saison ist Red Bull am Donnerstag in Bahrain ein (kleiner) Befreiungsschlag gelungen. Weltmeister Sebastian Vettel schaffte mit dem neuen RB10 insgesamt 58 Runden (314 Kilometer) und zeigte sich vor der Übergabe des Fahrzeuges an den neuen Teamkollegen Daniel Ricciardo zufrieden. "Wir haben heute einige Runden mehr drehen können. Das war ermutigend, auch wenn es in einigen Bereichen noch viel Arbeit gibt", sagt Vettel.

"Es war aber erst einmal ein guter Schritt. Das Auto fühlt sich schon recht gut an. Sicherlich steckt aber noch mehr darin, wenn erst einmal alles wie gewünscht funktioniert", erklärt der Champion, der am Donnerstagmorgen noch einmal mit rauchendem Heck an die Box gerollt kam. "Es gibt noch viele Baustellen - größere und kleinere", fasst Vettel zusammen. Von Panik keine Spur, sondern eher von einem Licht am Ende des Tunnels. "Man kann nicht innerhalb eines Tages Berge versetzen."

"Wir müssen mal schauen, wie es morgen wird und wie die kommende Testwoche verläuft. Wir müssen es Schritt für Schritt angehen", bewahrt der Heppenheimer Ruhe. "Ich hoffe, dass Daniel morgen an diesen besseren Tag anschließen kann. Wir müssen erst einmal dafür sorgen, dass alles beim neuen Antrieb perfekt zusammenspielt. Da muss die Kommunikation der Systeme passen. Wir das halt bei Computern so ist: Wenn du viele Kabel hast, dann gibt es auch viele Probleme."

Zusammenspiel der Systeme passt noch nicht

"Sobald von ERS, vom Motor oder irgendwo sonst etwas nicht passt, dann läuft der Antrieb nicht rund. Das ist eines unserer Hauptprobleme. Wir sind noch nicht bei maximaler Leistung, aber dort kommen wir hin", schildert der Red-Bull-Star. Sein Team und Motorenpartner Renault arbeiten unter Hochdruck an weiteren Verbesserungen. "Wir lernen mit jeder Runde hinzu. Daher ist es wichtig, möglichst viel zu fahren - auch wenn die Qualität der Runde manchmal nicht die beste ist." Vettel wurde in 1:40.340 Minuten am Donnerstag auf Platz sieben geführt.

"Fahren ist wichtig. Wenn wir viele Runden drehen, dann bekommen wir mehr Daten und Informationen - dann können wir auch unsere Hausaufgaben besser machen", meint der Deutsche. Der Berg an Arbeit sei aufgrund der völlig veränderten Regeln in der Königsklasse kein Hindernis - und auch keine Überraschung. "Die Formel 1 hat sich enorm verändert. Da ist es doch klar, dass man nach so wenigen Tagen noch ein paar Sorgen hat. Man muss die Probleme zunächst verstehen, bevor man sie aus dem Weg räumen kann."

"Es gibt keinen Grund, jetzt die Zuversicht und das Vertrauen zu verlieren. Natürlich wollen wir alle, dass es besser wird, aber das ist im Moment noch etwas schwierig. Wir erkennen die Probleme und dann sortieren wir sie aus", meint Vettel mit Blick auf die weitere Saisonvorbereitung. Trotz der vergleichsweise wenigen Runden im neuen RB10 ist ein Eindruck bereits haften geblieben: "Es ist leise. Das ist meiner Meinung nach eine Schade. Aber gut, so ist es nun einmal."

"Schade ist es auf jeden Fall, dass sich die Autos nicht mehr ganz so schön anhören. Auch im Auto selbst ist es sehr leise. Das ist einerseits gut, weil man sich am Funk besser unterhalten kann. Allerdings ist zudem der 'Bumms' ein wenig raus", beschreibt Vettel seine Eindrücke. "Von der Power kommt weniger, aber man muss vielleicht noch ein bisschen warten. Es ist wohl noch zu früh, da eine abschließende Einschätzung abzugeben."

Fotoquelle: xpbimages.com

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