Schlummert unter dieser Abdeckung der große Joker für die Turbo-Ära?

Formel 1 2014

— 22.02.2014

Mercedes und die Favoritenrolle: Bloß nicht!

Während Lewis Hamilton es tunlichst von sich weist, der Melbourne-Toptipp zu sein, schustern ihm Jenson Button und Christian Horner diese Rolle gerne zu



Das neue Reglement sorgt für Stochern im Nebel, wenn es um Prognosen für die Formel-1-Saison 2014 geht. Lediglich zwei Dinge scheinen gewiss. Erstens: Red Bull und die gesamte Renault-Fraktion stecken in massiven Schwierigkeiten. Zweitens: Wer mit Mercedes-Power unterwegs ist, hat derzeit einen massiven Vorteil. Auch wenn Lewis Hamilton im Motorhome deshalb sicher keine Tränen verdrückt, will er davon nichts wissen: "Wir konzentrieren uns nur auf uns selbst", betont der Silberpfeil-Pilot.

Hamilton selbst setzte jüngst am dritten Testtag in Bahrain seine erste Bestmarke, zuvor war den McLaren-Stars Jenson Button und Kevin Magnussen sowie Felipe Massa im Williams dieses Kunststück in Jerez gelungen. Nico Hülkenberg für Force India und erneut Magnussen legten in der Sachir-Wüste nach, was sechs von sieben möglichen "Tagessiegen" für Mercedes-Aggregate bedeutet. Christian Horner hat die Zeichen der Zeit erkannt: "Wir sind im Hintertreffen, aber das Jahr ist lang", sagt der Red-Bull-Teamchef 'Sky Sports F1'.

Ein mit dem Tempo seines McLaren zufriedener Button hält sich mit dem ihm eigenen britischen Understatement zurück, wenn es um Kampfansagen geht: "Wir sind ja in einer vernünftigen Position, aber man wäre natürlich gerne schneller", so der Ex-Weltmeister gegenüber dem TV-Sender. Lieber schiebt er die Favoritenrolle dem Werksteam seines Motorenpartners zu, wenn er anfügt, dass das auf jede Truppe außer Mercedes zutreffen würde. Bingo! Hamilton hat die raffinierte Strategie der Konkurrenz durchschaut.

Kurz gesagt: Auf der virtuellen Pole-Positions stehen am besten die Konkurrenten. "Immer, wenn wir zu einem Test kommen, lenkt ein Team die Konzentration auf ein anderes, um von sich selbst abzulenken", weiß Hamilton, der selbst keine Einschätzung der Lage abgeben will. Zu undurchschaubar sind Tabellen, in denen manche zehn Runden gefahren sind und andere auf Longruns Kilometer fressen. Sergio Perez, im Force India ebenfalls Mercedes-befeuert, lobt die den Antriebsstrang als "zuverlässigsten überhaupt".

Der Mexikaner hält diese Tatsache jedoch nicht für in Stein gemeißelt. "Wir werden erleben, dass die anderen Hersteller zurückschlagen. Es wird ein enger Kampf zwischen Spitze und Mittelfeld." Offenbar ist Perez davon überzeugt, dass Ferrari und Renault schon beim Abschlusstest in Bahrain in der kommenden Woche gleichziehen, schließlich läuft auch der neue Force India nicht ohne Probleme. Pastor Maldonado jedenfalls hat bei Lotus keine Diplomatie gelernt: "Irgendwann sind wir vielleicht sogar besser als Mercedes."

Fotoquelle: xpbimages.com

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