Testfahrten in Sachir: Mittwoch

Formel 1 2014

— 22.02.2014

Lotus lautstark: "Können bestes Renault-Team sein"

Lotus holt nach eigenen Angaben den Testrückstand mit dem neuen E22 schnell auf: Ist das Team aus Enstone besser aufgestellt als Red Bull?



Acht Runden am Mittwoch, 18 am Donnerstag, 26 am Freitag und 59 am Samstag - bei Lotus ist eine Tendenz zu besserer Zuverlässigkeit nicht von der Hand zu weisen. Aber wie weit ist das Team aus Enstone, das die erste Testwoche in Jerez ausgelassen hatte, im Vergleich zur Konkurrenz? Dies lässt sich auch nach den vier Tagen Probefahrten in Bahrain kaum einschätzen. Bei Lotus macht sich jedenfalls Optimismus breit. Man sei weiter als das Weltmeisterteam Red Bull, heißt es.

"Wir könnten das führende Renault-Team sein", macht Lotus-Technikchef Nick Chester nach der ersten von zwei Testwochen in Bahrain eine mutige Ansage. Die Statistik gibt dem Briten nur teilweise Recht. Von allen Teams mit Renault-Antrieb - neben Lotus sind dies Red Bull, Toro Rosso und Caterham - hat das Team um die Piloten Romain Grosjean und Pastor Maldonado mit dem neuen Auto die geringste Laufleistung. Der Lotus E22 hat erst 601 Kilometer auf dem Tacho.

Nimmt man allerdings die durchschnittlichen Kilometer pro Testtag als Grundlage, so liegt Lotus mit 150 Kilometern pro Tag zwar hinter Caterham (213), aber vor Toro Rosso (142) und Red Bull (89). "Bei uns ist es in dieser Woche nicht schlecht gelaufen, wenn man uns mit den anderen Renault-Teams vergleicht. Ich weiß, dass die einige Probleme haben", meint Chester. Der Brite schließt Caterham in seinen Einschätzung aus, denn das kleine Team aus Leafield nimmt man als Konkurrenten um Podestplätze und Siege nicht ernst.

Lücke zu Mercedes ist groß

"Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren und den bestmöglichen Job machen. Selbst wenn wir das beste der Renault-Partnerteams sein sollten, dann müssen wir trotzdem weiter Gas geben und die ganzen anderen Teams einholen. Wir schauen auf uns und wollen vorankommen", sagt der Lotus-Technikchef. Man habe noch zahlreiche Baustellen: Chassis, Aerodynamik, Bremsen und natürlich den Antrieb.

"Vieles liegt am Betrieb und an der Software, weniger an der Hardware. Heute haben wir den Antrieb erstmals mit voller Leistung betrieben. Es gibt bei der Betriebsart noch viel Spielraum und wir müssen auf das Energiemanagement schauen. Dort werden wir uns schnell verbessern können", sagt Chester voller Zuversicht. Man werde vorankommen, aber nicht alle der aktuellen Probleme gemeinsam mit Renault bis zum Saisonstart lösen können.

"Bis Melbourne wird es schwierig, das ist klar. Mercedes hatte jetzt schon einige gute Testtage. Die sind bereits auf einem guten Level. Aber bei uns gibt es noch reichlich Luft nach oben", stellt Chester die aktuelle Ausgangslage aus seiner Sicht dar. "Ich kann mir also nicht vorstellen, dass sie sich vor Melbourne in gleichem Maße steigern können wie wir. Somit holen wir also auf. Wobei die Lücke schon noch recht groß ist."

Fotoquelle: xpbimages.com

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