FIA-Boss Jean Todt (re.) sieht Bernie Ecclestones Prozess gelassen

Formel 1 2014

— 27.02.2014

Ecclestone-Prozess: Formel 1 nimmt laut Todt keinen Schaden

Obwohl Bernie Ecclestone durch seine Gerichtswirren als Formel-1-Boss immer umstrittener wird, befürchtet FIA-Boss Jean Todt für den Sport keine negativen Folgen



Ab 24. April wird es für Bernie Ecclestone ernst. Dann steht der Formel-1-Boss in München vor Gericht. Beim Strafverfahren, für das zunächst bis zum 16. September 26 Verhandlungstage anberaumt wurden, geht es für den Briten um die Zukunft - im schlimmsten Fall drohen Ecclestone, dem im Zuge des Verkaufs der Formel-1-Anteile 2006 die Bestechung eines Beamten vorgeworfen wird, bis zu zehn Jahre Haft.

Der Fall sorgte auch in der Formel 1 für Unruhe - die strengen Compliance-Vorschriften von Mercedes untersagen es dem Konzern, mit dem umstrittenen Manager in einer Geschäftsbeziehung zu stehen. Aus diesem Grund legte Ecclestone seine Funktion als Direktor der Formel-1-Dachfirma Delta Topco ruhend, ist aber weiterhin für das Tagesgeschäft zuständig.

Ecclestone-Prozess: Todt sieht keine Auswirkungen

Hinter den Kulissen wird bereits über seine Nachfolge gesprochen. Im Delta-Topco-Vorstand gibt es Stimmen, die für den Sport einen Image-Schaden befürchten und Ecclestone inzwischen für untragbar halten. Der Vorsitzende von Formel-1-Anteilseigner CVC Capital Partners, Donald MacKenzie, hält dem 83-Jährigen, der von seinem Unternehmen als Formel-1-Geschäftsführer eingesetzt wird, aber weiter die Stange.

Doch welche Auswirkungen hat der Gerichtsfall auf die Formel 1 wirklich? "Derzeit wirkt er sich gar nicht aus", ist FIA-Boss Jean Todt im Exklusiv-Interview mit 'Motorsport-Total.com' überzeugt. Der Franzose gilt als Rivale Ecclestone, was sich vor allem beim Tauziehen um das Concorde-Agreement gezeigt hat.

Mitleid mit dem Formel-1-Boss

Dennoch würdigt er die Verdienste des Briten: "Bernie hat bei der Entwicklung der Formel 1 herausragende Arbeit geleistet - und das über vier Jahrzehnte. Es tut mir sehr leid für ihn, dass er sich nun mit diesen Sorgen herumschlagen muss. Ich habe wirklich gehofft, dass er nicht so unerfreuliche Zeiten durchmachen muss."

Für die FIA mache das Gerichtsverfahren aber laut Todt "keinen Unterschied. Das ist alles, was ich dazu sagen kann." Er ist überzeugt, dass die Formel 1 trotz der unangenehmen Angelegenheit auf stabilen Beinen steht: "Die Formel 1 gehört nun einem Fond namens CVC. Der Vorsitzende Donald MacKenzie hat eine starke Struktur aufgebaut - die Formel-1-Gruppe mit Peter Brabeck (Vorsitzender des Formel-1-Vorstands, Anm.) und einigen anderen Mitgliedern. Und Bernie ist der Geschäftsführer, der immer noch seine Arbeit erledigt."

Fotoquelle: gettyimages


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