Unterhalten sich hier der Formel-1-Boss und sein designierter Nachfolger?

Formel 1 2014

— 02.03.2014

Horner als neuer Bernie? "Kann kein anderer"

Christian Horner will von einer etwaigen Rolle als Nachfolger von Bernie Ecclestone noch nichts wissen: "Habe mit Red Bull noch viel vor"



Sollte Bernie Ecclestone die Formel-1-Fäden endgültig aus der Hand geben (müssen), gilt Christian Horner als Nachfolgekandidat. Der Red-Bull-Teamchef steht bei den Besitzern der Königsklasse hoch im Kurs. Horner bringe alles mit, was man für den Job benötige, heißt es aus Kreisen von Delta Topco, der Holding über der Formel 1. Der 40-jährige Brite will selbst von einem solchen Plan aber noch nichts wissen.

Er hoffe, dass Ecclestone noch möglichst lange am Ruder bleibe, betonte Horner in den vergangenen Monaten immer wieder. "Möglichst noch 20 weitere Jahre", so der Chef von Weltmeister Sebastian Vettel. Ecclestone ist mittlerweile 83 Jahre alt, das Rentenalter ist seit langer Zeit erreicht. Der Brite macht nicht den Eindruck, als werde er sich in absehbarer Zeit freiwillig zurückziehen. Diese Entscheidung wird ihm allerdings möglicherweise abgenommen.

Bislang genießt der allmächtige Promoter noch die Rückendeckung von Formel-1-Anteilseigner CVC. Diese dürfte aber spätestens dann ein Ende finden, sollte Ecclestone in dem im April beginnenden Prozess vor dem Münchener Landgericht verurteilt werden. Es kann dann womöglich schnelles Handeln gefragt sein, daher müssen sich CVC und Co. schon jetzt konkrete Gedanken über eine Nachfolgeregelung machen.

Horner hat langfristigen Red-Bull-Vertrag

Horner könnte der führende Kopf in einem mehrere Personen umfassenden Gremium sein, das künftig die Geschicke der Königsklasse leitet. Das Problem: Der Red-Bull-Teamchef will offenbar gar nicht. "Mein Vertrag mit dem Team geht noch über einige weitere Jahre", wird Horner von der 'Mail Online' zitiert. "Ich habe viel Freude daran, ein Team zu leiten. Wir haben viele Erfolge gefeiert. Ich habe außerdem mit Red Bull noch viel vor."

Die vertragliche Bindung an das Weltmeisterteam verbietet selbstverständlich eine allzu offensive Aussage über eine mögliche Rolle als Ecclestone-Nachfolger. "Ich denke ohnehin, dass niemand sonst Bernies Job machen könnte", erklärt Horner. "Die Art, wie Bernie es macht, ist einzigartig. Der Sport braucht Bernie dringender denn je, gerade in Zeiten wirtschaftlicher Schwierigkeiten. Es wird ein trauriger Tag, wenn er mal aufhört. Das Leben wird weitergehen, aber es ist bislang kaum vorstellbar. Hoffentlich dauert es noch."

"In der Formel 1 herrscht ein extremer Wettbewerb, in welchem sich die Teams gegenseitig nichts gönnen. Da braucht es eine starke Führungspersönlichkeit", beschreibt Horner die Anforderungen an einen Ecclestone-Nachfolger. "Solange Bernie das kann, will und er motiviert ist, bleibt er der beste Mann für den Job. Man muss sich nur mal anschauen, wie er den Sport vorangebracht hat. Er hat quasi die Regeln für alle aufgestellt."

"Bernie hat sich beispielweise mehrfach mit Wladimir Putin getroffen, um den Sotschi-Deal einzutüten", erklärt der Red-Bull-Teamchef, der bislang eher durch einen kollegialen Führungsstil aufgefallen ist. "Sie sind sofort gut miteinander ausgekommen. Bernie hat die große Gabe, dass er die weltweit führenden Personen schnell auf seine Seite ziehen kann, damit sie in die Formel 1 investieren. Nur so konnten solch tolle Anlagen wie in Abu Dhabi oder Singapur entstehen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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