Testfahrten in Sachir: Donnerstag

Formel 1 2014

— 02.03.2014

Hamilton verdrängt Williams von der Spitze

Duell zwischen Mercedes und Williams: Lewis Hamilton sichert sich die Bestzeit bei den Formel-1-Tests in Bahrain - 77 Runden für Weltmeister Sebastian Vettel



Die Silberpfeile sicherten sich am heutigen Schlusstag der Formel-1-Testfahrten in Bahrain den inoffiziellen Titel des Winterkönigs. Im Duell mit dem Williams-Team hatte Mercedes in der letzten Stunde den längeren Atem und sicherte sich dank Lewis Hamilton nicht nur die Tagesbestzeit (1:33.278 Minuten), sondern auch die meisten Kilometer aller zwölf Testtage. Damit gelten Hamilton und Teamkollege Nico Rosberg, der heute nicht im Einsatz war, für die meisten Experten als Favoriten auf den Gewinn des WM-Titels.

Zunächst hatte Valtteri Bottas (Williams) auf Soft-Reifen 1:33.987 Minuten vorgelegt, doch noch bevor der Finne auf die ganz weichen Supersoft-Pneus wechseln konnte, rollte er eine Stunde vor Schluss mit Antriebsschaden aus. Der Verbrennungsmotor von Mercedes hatte das Ende seiner Laufleistung erreicht. Das Gleiche war kurz zuvor übrigens schon Nico Hülkenberg (Force India/+2,299) passiert, der letztendlich Vierter wurde.

Somit war in der Schlussphase (Session um eine halbe Stunde verlängert, um das Flutlicht testen zu können) der Weg frei für Hamilton, und das nutzte dieser gleich auf seinem ersten Run mit den superweichen Reifen eiskalt aus. Am Ende hatte er 0,709 Sekunden Vorsprung auf den Bottas-Williams, der nach dieser Woche für viele zu den Geheimfavoriten zählt. Im Wochenschnitt war Williams aber das schnellste aller elf Teams.

Immerhin 77 Runden für den Weltmeister

Weltmeister Sebastian Vettel landete zwar nur abgeschlagen auf dem neunten Platz, erlebte heute aber mit 77 Runden einen wesentlich erfreulicheren Tag als gestern. Ganz ohne rote Flagge ging es trotzdem nicht: Zu Mittag leistete er sich wegen eines Bremsdefekts einen Dreher. Ermutigend aus Renault-Sicht: Red Bull, Lotus, Toro Rosso und Caterham schafften heute immerhin 289 Runden, auch wenn drei von vier Renault-Teams im Klassement weit hinten landeten.

Hamilton tat der um fast vier Stunden verzögerte Beginn wegen Getriebeschaden nicht weiter weh, der Defekt zeigt aber, dass auch Mercedes verwundbar ist und in Melbourne wirklich alles passieren kann. Zumal die kombinierte Zeitentabelle beider Testwochen Felipe Massa (Williams) als Schnellsten ausweist. Weit abgeschlagen die nächsten Verfolger: Ferrari mit einer, Force India mit zwei Sekunden Rückstand ...

Alonso erster Verfolger, aber mit Rückstand

Auch heute war Fernando Alonso im Ferrari erster Verfolger der beiden derzeitigen Topteams, ebenfalls mit einer Sekunde Rückstand. Der Spanier blieb am Vormittag einmal in der Boxengasse stehen, erlitt gegen Mittag einen Getriebeschaden und verursachte später eine von insgesamt acht roten Flaggen. Trotz der vielen Unterbrechungen schafften aber zwei Fahrer mehr als 100 Runden: Bottas (108) und, trotz Kupplungsproblemen, Kamui Kobayashi (11./Caterham/106).

Bester Red-Bull-Fahrer war Jean-Eric Vergne als Fünfter, mit einer weiteren unauffälligen Vorstellung im Toro Rosso. Nach 74 Runden hatte der Franzose zweieinhalb Sekunden Rückstand auf die Spitze. Hinter ihm reihte sich Adrian Sutil (+3,189) ein, der nach 91 Runden zu Mittag an Esteban Gutierrez übergeben musste. Als letzterer am Ende der Session stehen blieb, war kein Benzin mehr im Tank - um den Verbrauch genau feststellen zu können.

Button mit den wenigsten Runden

Ermutigend wieder der siebte Platz von Max Chilton (+3,557), ungeachtet der zwischenzeitlichen Probleme mit der Elektrik. Der Pechvogel der Bahrain-Testwoche ist aber Jenson Button (McLaren): Mit den 22 Runden heute kommt er insgesamt auf 74 - da hat sogar Vettel um zwei mehr, ganz zu schweigen von Teamkollege Kevin Magnussen (197). Und zwischen Dauerläufer Bottas und Pastor Maldonado (Lotus) liegen nicht weniger als 900 Kilometer Unterschied!

Apropos Lotus: Romain Grosjean (32 Runden) verursachte heute die zweite und vierte rote Flagge, einmal wegen eines defekten Auspuffs, einmal aus noch unbekannten Gründen. Das britische Team musste daraufhin zweieinhalb Stunden vor Schluss zusammenpacken. "Natürlich nicht ideal", ärgert sich Grosjean, heute mit sechs Sekunden Rückstand Letzter. "Wir haben gerade mal die Hälfte von dem geschafft, was wir uns vorgenommen hatten. Aber was kannst du da schon tun?"

Fotoquelle: xpbimages.com

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