Bisher sind die neuen Autos nur wenige Runden im Nassen gefahren

Formel 1 2014

— 03.03.2014

Neue Autos, neue Reifen: Und was passiert im Regen?

Große Herausforderung oder "gar nicht so schlimm"? Die Formel-1-Piloten sind sich uneins darüber, wie sich die neuen Autos bei nasser Fahrbahn verhalten



Gleich zu Beginn der Formel-1-Saison 2014 erwarten die Fahrer zwei Strecken, bei denen Regen alles andere als unwahrscheinlich ist. 2013 musste im Melbourne wegen einer überfluteten Strecke das Qualifying sogar auf den Rennsonntag verschoben werden, und der tropische Monsun-Regen in Sepang hat in den vergangenen Jahren schon so manchen Grand Prix in ein Chaosrennen verwandelt.

Sollte es auch in dieser Saison gleich zum Auftakt regnen, ist Chaos auch sehr wahrscheinlich, denn die Fahrer sind ihre neuen Autos bisher im Nassen noch nicht am Limit gefahren. Zwar fand am Vormittag des zweiten Testtages in Jerez Fahrbetrieb auf nasser Strecke statt, allerdings waren dort alle Teams noch mit ersten Funktionstests der neuen Fahrzeuge beschäftigt, weshalb keiner der Fahrer auch nur annähernd am Limit unterwegs war.

Damit wird die erste nasse Session der Saison zu einem Gang übers Wasser. "Das wird eine große Herausforderung und interessant für die Fahrer", erwartet Force-India-Pilot Sergio Perez. Auch Adrian Sutil meint: "Mit diesen Motoren brauchen wir gerade auf nasser Strecke vernünftigen Grip." Durch das höhere Drehmoment der Turbomotoren und den geringeren Anpressdruck ist die Traktion noch heikler als in der Vergangenheit.

Gutierrez hat keine Angst vor Regen

"Es ist knifflig, denn selbst auf trockener Strecke kann man am Kurvenausgang schnell die Kontrolle verlieren. Das ist mir in Jerez passiert und auch hier sieht man viel durchdrehende Räder", sagt der Sauber-Pilot an Rande der Tests in Bahrain. Werden sich die Piloten bei der ersten Ausfahrt im Nassen also reihenweise von der Piste drehen?

Das glaubt Sutils Teamkollege Esteban Gutierrez nicht. "Ich denke nicht, dass Regen einen Einfluss auf den Start des Rennens hätte", sagt der Mexikaner, der das Wetter nicht als Ausrede für eventuelle Fahrfehler gelten lassen möchte. "Es ist unsere Aufgabe, uns daran anzupassen. Ich bin in Jerez gefahren, und es war gar nicht so schlimm wie erwartet."

Lediglich auf nicht permanenten Rennstrecken könnte es nach Ansicht von Gutierrez unter Umständen zu heiklen Momenten kommen. "Es kann auf Strecken wie Melbourne vielleicht anders sein, wo man viele Linien auf dem Boden hat", so der Mexikaner. "Dann ist es ein wenig unvorhersehbarer, aber das werden wir sehen."

Bessere Chancen für "Regengötter"?

Perez sieht die Unberechenbarkeit der Fahrt bei nassen Verhältnissen sogar als Chance. "Die guten Piloten können da den Unterschied machen, wenn sie mit diesen Bedingungen besser umgehen als andere." Über eigene Erfahrungswerte verfügt der Force-India-Pilot allerdings noch nicht. "Ich bin noch nicht im Nassen gefahren und Pirelli sagt, sie hätten den Grip im Nassen verbessert. Das war auch nötig, ganz klar."

Pirelli hatte das Profil der Regenreifen überarbeitet, um den Grip zu erhöhen. In wieweit dies geholfen hat, steht aber noch in den Sternen. Dennoch ist Gutierrez froh, dass durch die Wahl von Bahrain als Austragungsort des zweiten und dritten Wintertests Regentage ausblieben. "Es ist gut, dass wir im Moment im Trockenen fahren, weil wir zuerst einmal die Basisdinge in den Griff bekommen müssen. Und wenn es Zeit für Nässe ist, dann müssen wir darauf ebenfalls vorbereitet sein."

Fotoquelle: xpbimages.com

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