McLaren-Boss Ron Dennis hält große Stücke auf den erfahrenen Jenson Button

Formel 1 2014

— 07.03.2014

Dennis: Sonderlob für Button, offene Tür für Hamilton

McLaren-Boss Ron Dennis erkennt Parallelen zwischen Ayrton Senna und Jenson Button: Anfängliche Vorbehalte bei Verpflichtung von Kevin Magnussen



Nach den drei Testwochen vor dem Saisonstart der Formel 1 geht McLaren als eines der Favoritenteams in die ersten Rennen des Jahres 2014. Die Briten haben im MP4-29 offenbar ein solides Auto und profitieren vom bisher starken Mercedes-Antrieb. In Woking wittert man den ersehnten Aufschwung, nachdem man 2013 eine enttäuschende Saison absolviert hatte. Die neuen Chancen sind ganz nach dem Geschmack von Ron Dennis, der im Team wieder das Zepter übernommen hat.

In der bevorstehenden Saison soll vor allem Jenson Button seine Stärken als Ex-Champion und erfahrenster Pilot des gesamten Starterfeldes ausspielen. "Es gibt in einiger Hinsicht echte Parallelen zwischen Ayrton Senna und Jenson", wird Dennis von 'Reuters' zitiert. "Er ist einfach ein toller Mensch, er vertritt gewisse Werte und hat seine Prinzipien. Wie er sein Leben aufstellt und seine Beziehung zum Team pflegt, ist dem sehr ähnlich, was wir mit einigen der größten Piloten erlebt haben, die bei uns waren."

Der McLaren-Boss traut seinem 34 Jahre alten Nummer-1-Piloten den großen Coup zu. Button gilt aus Sicht von Dennis als WM-Kandidat. Aus gutem Grund: Der Mann aus Frome kann mit Köpfchen fahren. Das hat er in all den Jahren seit seinem Formel-1-Debüt vor 14 Jahren mehrfach bewiesen. "Intelligenz wird zu einem sehr wichtigen Faktor angesichts der großen Aufgaben, die die Piloten im Cockpit zu bewältigen haben", meint Dennis. "Man muss den Verbrauch kontrollieren, sich die Reifen einteilen - es braucht Hirnschmalz."

"Außerdem ist er schnell. Er kann Rennen gewinnen und Weltmeisterschaften", lobt der McLaren-Chef seinen Topfahrer. "Ich bin extrem optimistisch, und ich denke, dass er ein toller Mentor für Kevin sein wird." Button soll dem jungen dänischen Formel-1-Neuling den Weg durch die Königsklasse weisen. "Ich hatte bezüglich der Verpflichtung von Kevin gewisse Vorbehalte. Ich glaube nicht so richtig an die Söhne von Rennfahrern. Jan war immer ein bisschen unordentlich. Er hat mir damals manches Kopfzerbrechen beschert", sagt Dennis.

Dennis schließt Rückkehr von Hamilton nicht aus

Der britische McLaren-Macher hat sich jedoch vom Auftreten und von den ersten Testeinsätzen des Sohnes von Ex-Formel-1-Pilot Jan Magnussen überzeugen lassen. Die anfänglichen Vorbehalte sind verflogen, die Aussichten für den dänischen Youngster bestens, so Dennis. "Er wird eine außerordentliche Karriere haben, da bin ich sicher. Er hat diese besondere Entschlossenheit. Er gibt sicherlich nicht auf, wenn er mal Rückschläge erlebt. Er wird Jenson ganz bestimmt ordentlich fordern."

Der Vertrag von Button läuft am Ende dieser Saison aus. 2015 kehrt Honda als Motorenpartner zum Team aus Woking zurück. McLaren wird erneut einen Umbruch erleben - so wie 2013, als sich Dennis-Ziehsohn Lewis Hamilton in Richtung Mercedes verabschiedete, um bei den Silberpfeilen den Superstar Michael Schumacher zu beerben. "Geld spielte da eine Rolle, war aber wahrscheinlich nicht der entscheidende Faktor", blickt Dennis bei 'Sky Sports F1' auf den Abschied von Hamilton zurück.

"Er hatte wohl das Gefühl, dass die Zeit für einen Tapetenwechsel reif war. Ich wusste damals, was der Knackpunkt war. Ich kenne Lewis. Er war tief enttäuscht, weil der in Singapur nicht gewonnen hatte. Dabei war es nicht einmal eine McLaren-Komponente am Auto, die ihn gestoppt hatte", erklärt er. "Seit diesem Zeitpunkt war er aber offen für Angebote von anderer Seite. Er bekam das passende Angebot zum passenden Zeitpunkt - also wechselte er."

Dennis war damals vom Wechsel des in vielen Jahren konsequent aufgebauten Talentes enttäuscht. Die Stimmung zwischen Ziehvater und Weltmeister von 2008 war zunächst eisig, hat sich aber wieder normalisiert. Dennis schließt eine Rückkehr von Hamilton nicht aus. "Wer weiß? Ich garantiere, dass wir eher früher als später wieder so konkurrenzfähig wie damals sein werden. Dann dürfte auch er ein Fahrer sein, der uns dadurch attraktiv findet", so der McLaren-Boss. "Er wird dann noch besser sein, weil er in einem anderen Umfeld hat lernen können."

Fotoquelle: xpbimages.com

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