Niki Lauda und Helmut Marko sind keine Freunde der neuen Getrieberegelung

Formel 1 2014

— 08.03.2014

Lauda und Marko schimpfen auf fixes Getriebe

In der Saison 2014 müssen die Teams bereits vor Melbourne die Getriebeübersetzung festlegen - zum Unmut von Niki Lauda und Helmut Marko



Bisher war es in der Formel 1 gang und gäbe, dass die Ingenieure bis spätestens zum Qualifying das Getriebe je nach den Bedürfnissen der jeweiligen Strecke angepasst haben. So wurde auf einem Kurs wie Monza mit einer gänzlich anderen Übersetzung der sieben Gänge gefahren als etwa in Singapur. Seit diesem Jahr müssen die Teams jedoch bereits vor der Saison eine Abstimmung finden, die für mehrere Rennen Bestand haben wird.

Helfen soll dabei ein zusätzlicher achter Gang - besänftigen kann dieser Faktor gewisse Herren aber nicht. So klagt etwa Mercedes-Aufsichtsratschef Niki Lauda über die Neuerung: "Aus Kostengründen hat irgendeiner von der FIA entschieden, es gibt acht Gänge, also einen mehr", erklärt er bei 'Servus TV'. "Auf manchen Kursen fährt man aber überhaupt nur mit sechs Gängen, wofür brauche ich dann acht? Über die Saison verteilt sind es aber acht, weil in Monza auf der langen Geraden vielleicht der achte gefragt ist. Sonst fährt man generell nur mit sieben. Das sind lauter Wahnsinnsideen, die Kosten sparen sollen, aber unser Leben maßgeblich beeinflussen, wodurch es noch komplizierter wird."

Auch Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko kann der neuen Regelung nichts abgewinnen: "Das Problem ist, dass wir diese acht Gänge vor Saisonbeginn bestimmen müssen. Jetzt fahren wir aber auf so unterschiedlichen Kursen wie Monte Carlo oder Spa, und da kann es schon passieren, dass man sich verschätzt und in einem Rennen nur sieben von acht Gängen in Anspruch nimmt, oder auf einem Kurs wie Spa im achten Gang entweder zu lang oder zu kurz übersetzt ist. Das sind also noch taktische Dinge, die dazukommen", verdeutlicht der Österreicher.

Red Bull habe lediglich die theoretischen Daten von Renault gehabt, um die finale Getriebeabstimmung zu fixieren. "Wenn sich das Drehmoment des Motors jetzt um 1.000 Umdrehungen hinauf oder hinunter verschiebt, dann gibt es auf vielen Kursen immense Schwierigkeiten", fürchtet Marko, "gar nicht zu sprechen von Wind, Gegenwind, was auf gewissen Strecken oft bis zu 10 km/h ausmachen kann."

"Da ist dieses Jahr zumindest zu Beginn wirklich viel Lotterie dabei", ahnt er. Immerhin werden die Teams aber einmal während dieser Saison die Möglichkeit haben, die Übersetzung der Gänge als Gesamtpaket zu ändern. Den Zeitpunkt dafür darf jeder Rennstall selbst bestimmen. Diese Sonderregelung soll jedoch einzig für das Jahr 2014 gelten, ab der kommenden Saison wird das Auftaktrennen tatsächlich die Deadline für die Fixierung darstellen. Wenigstens für die Fahrer sei das feste Getriebe aber "überhaupt kein Problem", so Marko.

Fotoquelle: xpbimages.com

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