Felipe Massa in neuen Farben: Er ist froh über den Tapetenwechsel

Formel 1 2014

— 10.03.2014

Williams formt neuen Massa: "Vielleicht war ich zu loyal"

Der frühere Scuderia-Star trauert seiner Zeit in Maranello nicht nach, sondern erlebt in Grove einen schwungvollen Start: "Ferrari hat mich nicht gewinnen lassen"



Felipe Massa und Ferrari waren über Jahrzehnte nicht auseinanderzudividieren. Nachdem es oft so ausgesehen hatte, als sollten sich die Wege des Brasilianers und der Italiener trennen, schuf die Scuderia im vergangenen Herbst Tatsachen und verlängerte den gemeinsamen Vertrag nicht. Massa, eine zurückhaltende Natur, trug es mit Fassung, arbeitete an einer Fortsetzung seiner Karriere in der Formel 1 und scheint mit Williams nun in einer überraschend guten Ausgangsposition für die Saison 2014.

Seiner Vergangenheit in Maranello trauert der 32-Jährige nicht hinterher: "Ich werde nicht schlecht über Ferrari reden. Ich war viele Jahre dort und habe wunderschöne Momente erlebt und auch einige sehr schlechte", erinnert er sich im Gespräch mit der italienischen Tageszeitung 'La Repubblica'. Mit der zweiten Aussage spricht Massa Hockenheim 2010 an. Es war der Grand Prix, bei dem er nach seinem schweren Unfall in Budapest ein Jahr zuvor die bis heute beste Chance hatte, endlich wieder zu gewinnen.

Allerdings musste er nach einer Stallorder per Funk Platz machen für Teamkollege Fernando Alonso: "Sie haben mich nicht das Rennen gewinnen lassen, das ich verdient gehabt hätte", meint Massa rückblickend. "Nicht nur die Teamorder tat mir weh, sondern die Tatsache, dass ich einen so schweren Crash hinter mir hatte." Jahrelang wurde Ferrari die Loyalität gegenüber dem mit Leistungen selten überzeugenden Piloten vorgeworfen. Aber war es vielleicht anders herum? War Massa zu loyal?

"Ja, vielleicht", räumt der Vizeweltmeister von 2008 ein. "Aber das ist Vergangenheit und spielt keine Rolle mehr." Die Zukunft heißt Williams. In Grove jedenfalls fühlt sich Massa pudelwohl und lobpreist allen voran den Mercedes-Antriebsstrang, den er zu Beginn der zweiten Turboära der Formel 1 zur Verfügung hat. "Bei einer Regeländerung wie dieser steht immer der Motor im Vordergrund. Klar ist, dass Mercedes weiß, was sie tun. Es fühlte sich fantastisch an ab dem Zeitpunkt, an dem ich an Bord war."

Fotoquelle: xpbimages.com

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