Die Testfahrten in Jerez und Bahrain liefen für Toro Rosso alles andere als rund

Formel 1 2014

— 10.03.2014

Toro Rosso: Saisonauftakt kommt "einen Monat zu früh"

Toro Rosso zählt nach den Wintertests zu den Sorgenkindern der Formel 1 - Daniil Kwjat freut sich dennoch auf sein Grand-Prix-Debüt und denkt an seinen Kühlschrank



Für die Scuderia Toro Rosso kommt der Saisonauftakt in Melbourne am nächsten Wochenende deutlich zu früh. Das gibt Teamchef Franz Tost ganz offen und ehrlich zu. Während der Testfahrten hatte die Mannschaft aus Faenza immer wieder mit technischen Problemen zu kämpfen - auch der Wechsel des Motorenpartners von Ferrari hin zu Renault erwies sich bislang als unglücklich. So kommt es, dass Toro Rosso nicht einmal die Hälfte der Distanz von Dauerbrenner Mercedes hinter sich bringen konnte.

"Das Rennen kommt für uns vielleicht einen Monat zu früh", meint Tost gegenüber 'Autosport'. "Ich hätte gern zwei oder drei Wochen mehr Zeit zum Testen gehabt, aber die gibt es nun mal nicht. Wir müssen das Beste daraus machen." Immerhin habe das Team während der letzten beiden Tage in Bahrain aber erhebliche Fortschritte gemacht, es gehe also zumindest in die richtige Richtung.

Das Hauptaugenmerk liege bei Toro Rosso zunächst auf der Zuverlässigkeit: "Der entscheidende Punkt ist, dass wir die Zielflagge sehen", stellt Tost klar. "Von der technischen Seite her gilt es noch einige Probleme mit der Antriebseinheit auszumerzen, aber Renault weiß das. Ich akzeptiere, dass das ein Teil dieser neuen Prozesse ist." So ist der Österreicher davon überzeugt, dass der neue Motorenlieferant aus Frankreich der Lage Herr wird. "Lasst uns einfach das Rennen abwarten und sehen, wo wir wirklich stehen."

Die beiden Toro-Rosso-Piloten zeigen sich indes zuversichtlich. Jean-Eric Vergne, der bereits in seine dritte Saison mit dem Red-Bull-Schwesterteam geht, mag den Albert Park Circuit: "Australien gehört definitiv zu meinen drei Lieblingsstrecken. Ich habe mich dort immer sehr wohl gefühlt, war in der Vergangenheit aber wenig erfolgreich. Ich hoffe, dass es dieses Jahr anders laufen wird - wobei keiner weiß, was wir hier überhaupt erwarten können." Ganz prägnant würde der Franzose Melbourne wie folgt beschreiben: "weit weg, heiß und mysteriös."

Sein Teamkollege Daniil Kwjat wird am Sonntag sein Formel-1-Debüt geben. "Ich bin noch nie im Albert Park gefahren, aber ich habe unzählige Rennen und Onboard-Aufnahmen gesehen, also habe ich eine ganz gute Vorstellung, was mich dort erwartet", erklärt der Russe. Dennoch sehe der Kurs ungewöhnlich und verzwickt aus. "Ich hoffe, dass ich etwas Zeit finde, die Stadt zu sehen. Ich brauche unbedingt einen Kühlschrankmagneten für meine Sammlung!", grinst Kwjat. Der Hauptfokus gilt dann aber doch dem Rennen: "Es dürfte sehr interessant werden, ich kann es kaum erwarten, in der Startaufstellung zu meinem ersten Grand Prix zu stehen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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