Jacques Villeneuve freut sich auf einen besonderen Podiumsgast in Melbourne

Formel 1 2014

— 10.03.2014

Villeneuve: Red Bull sollte zuhause bleiben

Laut Jacques Villeneuve kann sich Sebastian Vettel die Reise nach Australien sparen, denn er sieht ein Red-Bull-Debakel voraus - Titelkandidat Ferrari?



Vier Jahre lang dominierten Sebastian Vettel und Red Bull die Formel 1 fast nach Belieben und holten sich in diesem Zeitraum alle acht Titel, doch diese Siegesstrhne wird nun vorbei sein, sagt zumindest Jacques Villeneuve. "Er wird in diesem Jahr mit Sicherheit nicht gewinnen", legt sich der Kanadier gegenber 'Autosprint' fest und wrde fast darauf wetten, dass der Heppenheimer Titel Nummer fnf abschreiben kann.

Doch fr den Ex-Weltmeister ist nicht das Auto das Problem, sondern der Motor: "Fr mich sieht Renault vollkommen verloren aus und nicht in der Lage, einen Grand Prix auch nur zu beenden. Selbst wenn sie (Red Bull; Anm. d. Red.) ein neues Auto fr die Europarennen bauen sollten, wrde es berhaupt nichts ndern", urteilt er. "Aber vielleicht schaffen sie dann 30 Runden anstatt nur 15." Und Villeneuve legt nach: "Ich mache nur Spa, aber warum sollten sie nach Australien fahren? Sie schaffen keinen halben Grand Prix und sind langsamer als die meisten."

Wer stattdessen gewinnt, wei aber auch der Ex-Weltmeister nicht. Zwar sei Mercedes derzeit Favorit, doch Villeneuve sieht die Schwche des Teams auf der Fahrerseite: "Hamilton und Rosberg sind keine Freunde, aber fr mich scheinen sie zu glatt - ohne Kanten. Zwischen Teamkollegen muss es schrfer sein als bei ihnen", urteilt der 42-Jhrige bei 'La Repubblica'. So wie bei Ferrari zum Beispiel.

Denn die Fahrerpaarung mit Kimi Rikknen und Fernando Alonso sagt Villeneuve schon eher zu. Er glaubt, dass die Roten in diesem Jahr wirklich etwas reien knnten: Zum einen weil das Auto nicht so schlecht wie der Red Bull sei und zum anderen, weil Rikknen endlich einmal in die Gnge kommt: "Zum ersten Mal sehe ich ihn ernsthaft arbeiten. Vielleicht war das Jahr ohne Bezahlung gut fr ihn", so der Kanadier.

Er knnte sich vorstellen, dass der Finne am Ende sogar Fernando Alonso schlgt, weil der Spanier "von der ersten Runde an fightet und so vielleicht zu viel Sprit benutzen knnte. Es kommt auch auf die Einstellung an, die er hat. Der Alonso von 2012 knnte in diesem Jahr gewinnen, der Alonso von 2013 aber nicht." Noch wei Villeneuve aber nicht, ob der F14 T wirklich titeltauglich ist, dafr msse man die ersten Rennen abwarten.

Denn bis jetzt scheint man sogar hinter berraschungsteam Williams zu liegen: "Sie haben nun Mercedes und nur deswegen sind sie so gut", winkt Villeneuve bei seinem Ex-Team aber sofort ab. Doch er freut sich zumindest fr seinen ehemaligen Teamkollegen Felipe Massa: "Er war am Ende, und ein paar Jahre lang sah er nicht einmal wie ein Formel-1-Fahrer aus. Aber das zeigt, wie gut das Auto ist."

Doch trotz aller Probleme der Teams freut sich Villeneuve schon auf die am Wochenende beginnende Meisterschaft. Zwar wei der Kanadier noch nicht, ob sie einen groen sportlichen Wert haben wird, dennoch interessiert ihn das kommende Geschehen: "Ich habe keine Ahnung, ob es eine groartige Meisterschaft wird, aber es knnte lustig werden", sagt er, "denn in Australien knnten wir einen Marussia auf dem Podium sehen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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