Nico Rosberg ist einer der Favoriten auf den Sieg beim Saisonauftakt

Formel 1 2014

— 13.03.2014

Mercedes: Weiter Vollgas in der Entwicklung

Produktion neuer Teile auf den letzten Drücker, viele Komponenten im Handgepäck: Bei Mercedes läuft die Entwicklungsmaschinerie auf Hochtouren



Mercedes mag als großer Favorit in die neue Formel-1-Saison gehen, doch diese Rolle will man in Reihen der Silbernen nicht ohne Relativierung annehmen. "Wir dürfen optimistisch sein, aber nicht zu sehr", so die Maßgabe von Motorsportchef Toto Wolff. Ganz bewusst tritt man bei Mercedes auf die Euphoriebremse, immer wieder betont man, dass man sich für gute Testergebnisse schließlich nichts kaufen könne. Und man ist gewarnt. Auch 2013 zählte das Werksteam zum Favoritenkreis.

"Im vergangenen Jahr war es genauso. Auch damals hat man uns zum Favoriten gestempelt. Und was ist passiert? Wir sind im ersten Rennen komplett gebügelt worden", erinnert Nico Rosberg vor dem Saisonauftakt in Melbourne. "Es ist sinnlos, jetzt zu viel darüber zu reden. Wir wissen es einfach nicht, wo wir im Vergleich zum Wettbewerb wirklich stehen. Wir sind optimistisch, aber auch vorsichtig. Wir werden nun mal fahren und schauen, wie es läuft. Wir hoffen natürlich auf einen fantastischen Saisonstart."

Bei Mercedes ruht man sich nicht auf den Test-Lorbeeren aus. Im Motorenwerk in Brixworth, beim Team in Brackley und an den Mercedes-Standorten in Deutschland wurden Auto und Antriebsstrang auch nach den Fahrten in Jerez und Bahrain weiterentwickelt. "Ich kann das ganz genau sagen, denn ich war am vergangenen Freitag im Motorenwerk in Brixworth", sagt Rosberg voller Begeisterung für die Arbeit der Kollegen in Großbritannien.

Ideen aus Brixworth, Brackley und Sindelfingen

"Um 21:30 Uhr am Abend liefen dort die Maschinen und es wurden die letzten Teile produziert - neue Teile für unseren Antriebsstrang. Um 12:00 Uhr am nächsten Tag war die absolute Deadline, denn da ging der Flieger nach Australien. Daran sieht man, wie eng das alles ist. Und es zeigt auch, dass auch wir bezüglich Standfestigkeit noch nicht dort sind, wo wir sein wollen", so der Deutsche. "Es sah gut aus bei den Tests, aber es ist nicht bombensicher. Das ist auch bei uns so. Wir müssen mit Vorsicht herangehen."

"Als wir abgereist sind, hat jeder eine Kiste mit in die Hand bekommen. Auf meiner Stand Kühler und Hydraulikteile. Die haben wir mit eingecheckt. Es war wirklich auf den letzten Drücker", beschreibt Wolff die Szenen auf der Anreise zum Saisonauftakt. Die neuen Komponenten, die in Großbritannien produziert worden sind, haben ihren Ursprung teils in Deutschland. Bei Mercedes legt man größten Wert auf die intensive Zusammenarbeit zwischen Rennteam und Serienentwicklung.

"Die Zusammenarbeit ist prächtig", berichtet Wolff. "Wir hatten erst kürzlich wieder eine Situation, wo uns die Kollegen aus Sindelfingen beim Kühler einen riesigen Schritt nach vorne ermöglicht haben. Das war ein gewaltiger Schritt, den wir als Team allein nicht hätten durchziehen können. Umgekehrt haben die Kollegen aus Stuttgart gesagt, dass wir einen technologischen Ansatz gewählt haben, den sie bisher so noch nicht gesehen hatten. Der Austausch ist also sehr fruchtbar."

Fotoquelle: xpbimages.com

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