Sebastian Vettel hat mit den Aggregaten aus Vichy weiter seine Mühe

Formel 1 2014

— 16.03.2014

Schon wieder Renault: Benzinsensor plagte Vettel

Eine Umstellung der Motorenkennfelder auf Wunsch der FIA bewirkte, dass der Red Bull des Deutschen "unfahrbar" wurde - Renault räumt Probleme ein



Bei Red Bull sahen am Samstag viele der Renault-Probleme der Testfahrten aus Jerez und Bahrain aus wie gelöst - zumindest im Fall von Daniel Ricciardo. Anders bei Sebastian Vettel, der wegen eines Softwareproblems weit hinter dem neuen Teamkollegen zurückblieb. Kurz nach dem Qualifying war bekannt geworden, dass ein defekter Sensor Ursache für ein laut Vettel "unfahrbares Auto" war. Mittlerweile sind laut 'auto motor und sport' die genauen Hintergründe ermittelt: Es geht um den Benzinsensor.

Das Teil ist eigens für die Formel-1-Saison 2014 und das 100-Kilogramm-Spritlimit von einem Zulieferer konstruiert worden. Es misst die Durchflussmenge. Im Freien Training am Samstagvormittag meldete es der FIA bei mehreren Autos, darunter auch beide Red Bull, Spitzen weit über der neu eingeführten Begrenzung. Der Weltverband stellte seinen Algorithmus um und desensibilisierte so das System, wies aber auch die betroffenen Teams an, die Motorenkennfelder anzupassen. Die Sache ging bei Red Bull und Vettel daneben.

Bei Ricciardo klappte es. Remi Taffin erklärt 'auto motor und sport': "Uns fehlt noch die Sicherheit, die Software konstant in den Griff zu bekommen." Auch Helmut Marko macht die Franzosen für das schlechte Abschneiden verantwortlich: "Von Freitag auf Samstag wurde eine verbesserte Software eingespielt, die aber genau das Gegenteil bewirkte. Was wir machen konnten, haben wir ausgetauscht", so der Red-Bull-Motorsportberater mit Blick auf Sonntag bei 'Sky'. Er bilanziert: "Wir sind in der Motorenentwicklung hinten."

Marko hält die Probleme für zum Teil geortet und lobt den RB10 für sein Chassis und exzellente Leistung in kurvigen Streckenabschnitten. Auch Vettel hat den Österreicher im Qualifying beeindruckt, er nennt aber das Ankommen im Rennen wichtiger als alles andere: "Ich habe Sebastian selten so am Limit gesehen. Was er zur Verfügung hatte, nutzte er weltmeisterlich aus." Der Heppenheimer selbst war sich indes gewiss, dass mehr möglich gewesen wäre: "Mit Sicherheit war der Samstag ärgerlich, wenn man sieht, wie schnell das Auto war", sagt Vettel.

Was den Durchflussmengen-Sensor angeht, gibt es im Paddock keine Bedenken, er sollte in Melbourne nach dem Vorfall vom Samstagvormittag reibungslos arbeiten. Andy Cowell sagt 'auto motor und sport': "Die Messungen sind präzise und zuverlässig. Der Fehler lag darin, dass zu früh Warnmeldungen abgegeben wurden. Außerdem haben alle Teams ihre eigenen Verbrauchsmessungen über die Einspritzdaten." Der Mann ist Motorenchef - bei Mercedes.

Fotoquelle: xpbimages.com

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