Helmut Marko sieht Red Bull nach der Spritfarce von Melbourne im Recht

Formel 1 2014

— 18.03.2014

Marko: Bei Verbrauchsmessungen "muss sich etwas ändern"

Nach der Farce um die Disqualifikation von Daniel Ricciardo fordert Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko in Malaysia zuverlässige Verbrauchsmessungen



Die Disqualifikation Daniel Ricciardos nach dem Grand Prix von Australien hinterließ nicht nur einen schalen Nachgeschmack, sondern sorgte auch für viel Verwirrung. Wer hat geschlampt - war es die FIA oder Red Bull? Und ist es überhaupt notwendig, eine Benzin-Durchflussmenge von 100 Kilogramm pro Stunde festzulegen, wenn die Spritmenge im Rennen ohnehin auf 100 Kilogramm pro Rennen beschränkt ist?

Red Bull weist jedenfalls weiterhin jede Schuld von sich und sieht sich im Recht - das ist auch der Grund, warum man gegen das Urteil der Rennkommissare Protest eingelegt hat. Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko sieht den Fehler ganz klar bei der FIA.

Marko kritisiert "nicht exakte Messung"

"Das Gerät, das die Durchflussmenge des Benzins misst, hat offensichtlich Schwankungen", argumentiert er gegenüber 'ServusTV'. "Das hat im Training schon einige Fahrer betroffen. Es gab auch im Rennen Überschreitungen - davon waren wir auch betroffen. Unserer Meinung nach lagen die aber innerhalb des Reglements."

Der Österreicher wirft der FIA vor, die Kontrolle des eigenen Reglements nicht im Griff zu haben: "Das ist einfach keine exakte Messung, da muss sich etwas ändern." Das ist auch der Grund, warum sich Red Bull während des Rennens auf die Messdaten eines eigenen Sensors verlassen hatte - diese besagten im Gegensatz zu den FIA-Daten, dass man sich stets innerhalb der erlaubten Toleranzen bewegte.

Marko fordert nun ein, dass die FIA beim zweiten Saisonrennen zuverlässige Messmethoden einsetzt, damit sich eine Farce wie im Albert Park nicht wiederholen kann.

Whiting: Red Bull hat Strafe provoziert

Bei der FIA sieht man sich währenddessen auf der sicheren Seite und spielt den Ball zurück zu Red Bull. "Wir haben ihnen zwei Mal - nach dem Qualifying und fünf Runden nach dem Start des Rennens - den Rat gegeben, die nötigen Schritte einzuleiten, damit alles dem Reglement entspricht", erklärt Rennleiter Charlie Whiting gegenüber der 'Times'. "Sie haben sich aber dazu entschlossen, ihren eigenen Berechnungen zu vertrauen und wollten damit beweisen, dass alles reglementkonform ist. Hätten sie unseren Rat befolgt, dann hätte es kein Problem gegeben, und sie wären nicht bestraft worden."

Was Whiting besonders stört, ist Red Bulls Entscheidung, die Anweisungen der FIA zu ignorieren: "Wenn der Sensor kaputt gewesen wäre, dann wäre das etwas anderes gewesen, aber es war ein menschlicher Fehler, denn sie hatten die Möglichkeit, dem Reglement zu entsprechen."

Whiting verteidigt Messmethoden

Den Vorwurf von Marko, dass die FIA-Daten unzuverlässig sind, lässt Whiting nicht gelten. "Es ist gleich zu Beginn ziemlich eindeutig, ob ein einzelner Sensor funktionieren wird oder nicht", wehrt er sich. "Entweder ist er sehr, sehr gut, oder er liefert völlig falsche Werte, sodass man gleich merkt, ob man diesen Sensor benutzen kann. Wir überwachen sie alle während des gesamten Rennens, und wenn wir einen Fehler entdecken, dann haben wir immer noch eine Ausweichlösung."

Damit meint Whiting die Möglichkeit, die Durchflussmenge über die Direkteinspritzung zu berechnen. Man darf also gespannt sein, wer am Ende vor dem FIA-Berufungsgereicht als Sieger hervorgehen wird.

Fotoquelle: xpbimages.com

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