Fernando Alonso war im Ferrari F14 T in Melbourne kein Siegkandidat

Formel 1 2014

— 19.03.2014

F14 T "nicht akzeptabel" - Alle Hände voll zu tun bei Ferrari

Nach der ernüchternden Vorstellung in Melbourne will Ferrari dem F14 T nun Beine machen - Eddie Jordan hält das Team für "nicht gut genug"



Platz vier für Fernando Alonso, Platz sieben für Kimi Räikkönen - so hatte sich Ferrari den Auftakt der Formel-1-Saison 2014 in Melbourne sicherlich nicht vorgestellt. Nach der guten Vorstellung bei den Testfahrten vor Saisonbeginn war das Team zuversichtlich nach Australien gereist, doch darauf folgte am vergangenen Wochenende im Albert Park die Ernüchterung. Statt mit Mercedes um den Sieg zu kämpfen, mussten sich Alonso und Räikkönen mit Williams und Force India herumschlagen.

Die klare Erkenntnis des Saisonauftakts lautet: Der F14 T ist zwar standfest, aber schlicht und ergreifend nicht schnell genug. Das gibt auch Technikchef James Allison unumwunden zu: "Während wir mit der Zuverlässigkeit des F14 T zufrieden sein können, haben wir alle Hände voll zu tun, um unser Auto zu verbessern, damit wir mit Mercedes gleichziehen können", sagt der Brite.

Der Befund des Technischen Direktors fällt wie folgt aus: "Vieles am F14 T funktioniert sehr gut: Der Start und das Tempo in den Kurven - vor allem in den schnellen - sind seine Stärken. An der Stabilität beim Bremsen und der Höchstgeschwindigkeit auf der Geraden müssen wir aber weiterhin arbeiten", so Allison. Die fehlende Bremsstabilität war in Melbourne vor allem bei Räikkönen offensichtlich, der im Rennen mehrmals vor der Strecke abkam. Ferrari hat offensichtlich noch nicht die richtige Abstimmung für die elektronische Bremse gefunden.

Bei der Höchstgeschwindigkeit lag Alonso zwar auf Augenhöhe mit Nico Rosberg, der allerdings als Führender das DRS nicht aktivieren durfte. Auf den Top-Speed von Kevin Magnussen (McLaren) fehlten dem Spanier aber 12,4 km/h. Unter dem Strich war die Leistung von Ferrari in Melbourne für Allison "nicht akzeptabel". Daran möchte er mit seinen Leuten rasch etwas ändern. "Wir möchten uns durch Verbesserungen des Autos durch das Feld nach vorne kämpfen", sagt er.

Experte Eddie Jordan erkennt hingegen grundsätzliche Probleme bei Ferrari und spricht dem Team die notwendige Klasse ab. "In den vergangenen Jahren, im Grunde seit Michael (Schumacher, Anm. d. Red.) sie verlassen hat, haben sie nichts Gutes mehr gebracht", sagt der ehemalige Teamchef im Interview mit 'talkSport'.

"Dieses Team ist in einer Krise. Sie sind nicht gut genug. Zumindest gemessen an dem, was man von einem Team dieser Größe erwarten kann", lautet die schonungslose Analyse des Iren. Darunter habe vor allem Alonso zu leiden, der nach Ansicht von Jordan der beste Fahrer im Starterfeld ist. "Alonso war sehr loyal zu Ferrari, aber meiner Meinung nach, haben sie ihn im Stich gelassen."

Allison ist hingegen weit davon entfernt, die Flinte ins Korn zu werfen. "Die vergangenen Formel-1-Saisons zeichneten sich durch einen erbitterten Wettlauf bei der Weiterentwicklung von März bis November aus. Durch die neuen Regeln sind die Möglichkeiten zur Verbesserung des Autos in diesem Jahr deutlich größer. Wir können daher erwarten, dass das Entwicklungsrennen noch intensiver als sonst üblich sein wird."

Fotoquelle: xpbimages.com

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