Mika Häkkinen kann die Beweggründe für die Regeländerungen nachvollziehen

Formel 1 2014

— 20.03.2014

Häkkinen: Formel 1 entwickelt sich eben weiter

Mika Häkkinen muss zugeben, dass der neue Sound der Formel 1 eine "radikale" Veränderung darstellt, dennoch stehe die Zeit nicht still



Der Klang der neuen V6-Turbo-Motoren in der Formel 1 sorgt derzeit für jede Menge Gesprächsstoff. Die meisten Stimmen zu diesem Thema sind eher kritisch und fordern eine Rückkehr zum röhrenden Sound der Vorjahresmotoren. Der ehemalige McLaren-Pilot und zweimalige Weltmeister Mika Häkkinen gehört allerdings nicht zu dieser Interessengruppe. Trotzdem muss er zugeben, dass die Veränderung schon eine erhebliche ist.

"Der Klang ist definitiv nicht mehr so laut, wie er einmal war. Ich habe V12-, V10- und V8-Motoren gehört, aber diesmal wurde der Sound schon sehr radikal reduziert", stellt er gegenüber 'Alan Brazil Sports Breakfast' fest. Gleichzeitig gibt der Finne aber auch zu bedenken, dass die Formel 1 sich stetig weiterentwickelt hat und das auch weiterhin tun wird. "Die mussten sich über viele Dinge Gedanken machen, etwa auch um die Umwelt - es ist also verständlich." Im Fernsehen mache der neue Klang auch gar keinen so großen Unterschied, findet Häkkinen.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff sieht es fast genauso wie der Ex-Pilot. So würde er die Neuerungen in der Formel 1 ganz generell als Erfolg bewerten: "Die Autos besitzen einfach eine atemberaubende Technologie", schwärmt der Österreicher gegenüber 'Autosport'. Beim Thema Sound muss es jedoch einräumen: "Ich war in Melbourne bei einem Event, wo David Coulthard den alten V8 gefahren ist, das war schon ein Megasound. Da kann man nichts gegen sagen."

Trotzdem sei die Formel 1 noch immer die Speerspitze des Motorsports, und der technologische Fortschritt die richtige Entscheidung gewesen. Vielleicht könne man ja noch etwas am Klang der Hybridmotoren verbessern: "Ich bin kein Techniker, aber wir müssen das im Auge behalten. Wenn wir uns darauf einigen könnten, dass in Sachen Sound etwas getan werden sollte, dann müssen wir uns das genauer anschauen. Ob es aber möglich und der richtige Schritt wäre, da bin ich mir nicht sicher", so Wolff.

Fotoquelle: xpbimages.com

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