Der neue alte starke Mann beim McLaren-Team: Ron Dennis

Formel 1 2014

— 21.03.2014

Dennis angriffslustig: "In Malaysia halbe Sekunde schneller"

McLaren-Boss Ron Dennis droht der Konkurrenz und will sein Team mit aller Kraft wieder auf Siegeskurs bringen - Dabei schont er auch nicht sich selbst



McLaren ist wieder da. Das hat sich beim Grand Prix von Australien ganz klar gezeigt. Die Truppe aus Woking kam nach der Disqualifikation von Daniel Ricciardo durch den zweiten Platz von Kevin Magnussen und Rang drei durch Jenson Button mit beiden Piloten in die Top 3. 2013 blieben die McLaren-Piloten die gesamte Saison lang dem Podest fern.

Und Ron Dennis, der bei McLaren wieder die Kontrolle an sich gerissen hat und Martin Whitmarsh entmachtet hat, treibt sein Team weiter an - der Ehrgeiz des McLaren-Urgesteins scheint sich in Woking bereits positiv ausgewirkt zu haben.

Und er warnt die Konkurrenz: "Wir sind zuversichtlich, dass wir beim nächsten Grand Prix eine halbe Sekunde schneller sein werden - aus verschiedenen Gründen", gibt sich Dennis gegenüber 'Autosport' kryptisch. "Das wird nicht genug sein unser Ziel zu erreichen, aber es wird den Druck auf die anderen Teams, die uns verfolgen, erhöhen."

Dennis glaubt: Mercedes noch 1,5 Sekunden schneller

Mit dem Beginn der Europarennen will McLaren dann so richtig nachlegen und an die Spitze kommen. Noch ist das Team laut Dennis noch nicht so weit - er glaubt, dass Mercedes im Rennen geblufft hat: "Ihre Pace ist nur im Qualifying offensichtlich. Es ist klar, dass sie einen Vorsprung von 1,5 Sekunden auf jeden anderen haben. Das wird anspruchsvoll zu schließen sein, aber nicht unmöglich."

Bei seiner Truppe erkennt er aber bereits deutlich Fortschritte in der Arbeitsmoral und in der Professionalität. Er streicht "die Disziplin im ganzen Team und die Boxenstopps, die gut durchgeführt wurden", heraus. Zudem fiel ihm die positive Reaktion auf ein Software-Problem auf: "Wieder gab es keine Verwirrung, sondern Fokus, Entschlossenheit und Zusammenhalt."

Hart zu anderen, hart zu sich selbst

Der 66-Jährige gilt im Umgang mit seinen Mitarbeitern als schonungslos und pedant. Das hat ihn aber auch zum erfolgreichsten Teamchef in der Geschichte der Formel 1 gemacht: McLaren hat bislang 20 WM-Titel geholt, bei 17 hatte er das Zepter in der Hand - zudem hat er 138 von 182 Grand-Prix-Siegen des Rennstalls mit zu verantworten.

"Mag sein, dass ich mit anderen Leuten hart ins Gericht gehe", diktierte er der Presse in Melbourne in die Mikrofone. "Doch ich gehe mit mir selbst noch viel, viel härter ins Gericht." Zudem hat er bewiesen, dass er sich für sein Team auch in Krisenzeiten aufopfert. Nach dem Honda-Ausstieg Ende 1992 schlitterte McLaren in die Krise.

Zunächst musste man mit Ford-Kundenmotoren, dann mit den wenig standfesten Peugeot-Aggregaten Vorlieb nehmen, ehe man mit Mercedes den Langzeit-Erfolgspartner fand. "Die Realität sieht leider so aus, dass ein Tag nun mal nur eine begrenzte Anzahl von Stunden hat", erklärte Dennis Formel-1-Reporter Alan Henry im Krisenjahr 1994. "Meine Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass unsere Autos schon beim nächsten Rennen schneller sind. Ich glaube nicht, dass ich diese Aufgabe an jedem einzelnen Tag erfülle. Wichtig ist es, Dinge zu hinterfragen - sowohl bei anderen als auch bei einem selbst."

Fotoquelle: xpbimages.com

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