Lewis Hamilton hat in Melbourne zu spüren bekommen, dass noch nicht alles "safe" ist

Formel 1 2014

— 24.03.2014

Mercedes vor Malaysia: "Dürfen kein bisschen nachlassen"

Die Silberpfeile gehen optimistisch, aber auch risikobewusst ins zweite Rennen - Nico Rosberg und Lewis Hamilton hoffen auf ersten Sieg im Land des Hauptsponsors



Nico Rosberg vielumjubelter Favoritensieger, Lewis Hamilton aber schon nach zwei Runden ausgeschieden: Mercedes reiste vom Formel-1-Saisonauftakt 2014 in Melbourne mit gemischten Gefühlen ab. Beim zweiten WM-Lauf in Sepang soll die derzeitige Vormachtstellung in Sachen Tempo noch besser in Punkte umgemünzt werden. Auf den Lorbeeren ausruhen wollen sich die Silberpfeile nach dem grundsätzlich erfreulichen Grand Prix von Australien jedenfalls nicht.

"Uns ist bewusst, dass die Zuverlässigkeit in dieser langen Saison eine entscheidende Rolle spielen wird", erklärt Mercedes-Sportchef Toto Wolff, "und wir haben hart daran gearbeitet, um uns für das Rennwochenende in Malaysia zu steigern. Wir haben in Melbourne einen ordentlichen Saisonstart hingelegt, aber wir wissen ganz genau, dass wir kein bisschen nachlassen dürfen, wenn wir wettbewerbsfähig bleiben wollen."

"Das erste Rennen in Australien beendeten wir mit gemischten Gefühlen", so der Österreicher. "Das gesamte Wochenende über hat keiner unserer Fahrer auch nur einen Fehler begangen, aber leider wurde nur einer von ihnen mit dem verdienten Ergebnis dafür belohnt." Und zwar Rosberg, mit vollen 25 Punkten. Positiv immerhin: Hamilton muss trotz des Verkabelungs-Defekts, der ihn in Melbourne eliminiert hat, voraussichtlich noch keinen zweiten Antrieb verwenden.

Hamilton: Jeder Rückschlag ist eine Chance

Insofern ist der Brite guter Dinge: "Nach einem schwierigen Auftakt in Australien freue ich mich darauf, in Malaysia zurückzuschlagen. Das Ergebnis war natürlich nicht, was wir uns erhofft hatten. Aber jeder Rückschlag ist auch eine Chance, mehr über unser neues Auto zu lernen. Das ist sehr wichtig, weil es sich bei den neuen Fahrzeugen um wahnsinnig komplexe Boliden handelt. Ich weiß, dass das Team in Brackley und Brixworth deshalb mehr denn je arbeitet. Genau das mache ich auch."

Seitens der Teamführung war man "natürlich zufrieden, Melbourne mit einem Sieg zu verlassen, aber das Wochenende lieferte uns auch viel Stoff zum Nachdenken", räumt Technikchef Paddy Lowe ein. "Wir lernen mit jeder Runde mehr über das Auto, genau so, wie es bei einer so neuen Technologie zu erwarten ist. Das bringt unweigerlich weitere Probleme zum Vorschein, von denen jedes einzelne sorgfältig behandelt werden muss."

"Unser Hauptaugenmerk lag deshalb darauf, in Malaysia auf der mechanischen Seite besser vorbereitet zu sein als in Australien", erklärt Lowe den Schwerpunkt der Arbeit in den vergangenen Tagen. Sehr zur Freude von WM-Leader Rosberg, der weiß, dass ein Ausfall auch ihm jederzeit blühen kann: "Normalerweise wird hier das Wetter als die größte Herausforderung angesehen, aber in dieser Saison ist alles anders. Das Hauptaugenmerk liegt bei jedem auf der Zuverlässigkeit."

"Australien war ein perfekter Saisonstart für mich, aber es hat auch gezeigt, dass unsere Zuverlässigkeit noch nicht bei 100 Prozent angekommen ist", sagt der Deutsche. "Seit dem ersten Rennen hatten wir zwei Wochen Zeit, um alle Bereiche, die wir verbessern können, zu identifizieren. Hoffentlich gelingt es uns an diesem Wochenende, mit beiden Autos ein gutes Ergebnis einzufahren, um so unseren starken Start ins neue Jahr fortzusetzen."

"Heimrennen" im Land des Hauptsponsors

Für Mercedes ist Malaysia übrigens ein "halber Heim-Grand-Prix", und zwar wegen Hauptsponsor Petronas. "Hier erwartet uns stets ein anstrengendes und spannendes Wochenende", meint Rosberg, und Teamkollege Hamilton stimmt zu: "Ich reise gern nach Malaysia. Es ist einfach ein überwältigendes Land. Die Fans sind fantastisch und neben Deutschland und Großbritannien ist es eines unserer drei Heimrennen."

"Im Vorfeld des Rennwochenendes haben wir mit Petronas einige aufregende Veranstaltungen geplant. Es wird also ein arbeitsreiches, aber auch ein unterhaltsames Wochenende", spielt der Brite zum Beispiel auf den Showrun in der Hauptstadt an. Dazu sagt Sportchef Wolff: "Zum dritten Mal brachten wir gemeinsam die Formel 1 in die Straßen von Kuala Lumpur. Dies ist eine großartige Gelegenheit, um unsere malaysischen Fans näher an ihr Team heranzubringen."

Gewonnen hat in Malaysia aber noch keiner der beiden Silberpfeil-Fahrer: "Bei meinem ersten Formel-1-Rennen auf dieser Strecke wurde ich 2007 Zweiter, und auch bei den vergangenen beiden Großen Preisen von Malaysia stand ich auf dem Podium. Nur ein Sieg fehlt mir hier noch in meiner Sammlung", sagt Hamilton, und Rosberg ergänzt: "Ich habe einige großartige Erinnerungen an Sepang, wo ich zu Beginn der Saison 2010 meinen ersten Podestplatz für Mercedes erzielt habe."

Fotoquelle: xpbimages.com

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