Alessandro Zanardi kennt die Gefahren des Motorsports genau

Formel 1 2014

— 26.03.2014

Zanardi bangt mit Schumi: "Das Leben birgt gewaltige Risiken"

Für Alessandro Zanardi beweist der Unfall von Michael Schumacher, dass es so etwas wie Schicksal gibt: Risiko im Alltag viel höher als im Rennwagen



Rennfahren ist in der modernen Zeit immer sicherer geworden. Seit dem letzten tödlichen Unfall eines Fahrers in der Formel 1 sind mittlerweile fast 20 Jahre vergangen. Rekordweltmeister Michael Schumacher kam abgesehen von einem gebrochenen Bein stets heil aus seinem Dienstgefährt wieder heraus, dafür verletzte sich der Kerpener bei einer Freizeitaktivität schwer und liegt seit Ende Dezember immer noch im künstlichen Koma.

Ein anderer hätte sein Leben beinahe in einem Formel-Boliden gelassen: Alessandro Zanardi verunglückte 2001 auf dem EuroSpeedway Lausitz schwer und kämpfte lange um sein Leben. Der Italiener verlor beide Beine und kämpfte sich danach wieder zurück in das Rennfahrerleben, bevor er Schlagzeilen als mehrfacher Paralympics-Sieger auf dem Handbike machte. Natürlich hat auch Zanardi den Unfall seines einstigen Kollegen mitbekommen.

"Michael hat sich bei einer völlig alltäglichen Betätigung schwer verletzt, und dies, nachdem er jahrelang gewissermaßen bei Tempo 300 gelebt hat. Für mich beweist sein Unfall nur eines, dass es nämlich im Leben so etwas wie Schicksal gibt", erzählt der ehemalige Formel-1-Pilot. "Das Leben birgt gewaltige Risiken, denen wir alle oft mit einer gewissen Ahnungslosigkeit begegnen. Und das sind Risiken, die noch viel höher sind als jene hinter dem Rennlenkrad. Wie gefährlich das scheinbar ganz normale Leben sein kann, zeigt der Skiunfall von Michael."

Ab dem 29. Dezember 2013 waren alle Zeitungen voll von Stories um das Schicksal von Schumacher. Tagelang wachten Medienvertreter vor dem Universitätsklinikum von Grenoble, um aus erster Hand Neuigkeiten über den Rekordweltmeister zu erfahren. "Es gehört auch zum Leben, dass wir nun von diesem Thema sprechen", meint Zanardi dazu, muss aber anfügen: "Wenn sich ein Rennfahrer verletzt, dann geht das sofort um die Welt. Wenn ein Autofahrer im Straßenverkehr sein Leben lassen muss, dann wird er lediglich zum Teil einer Statistik." Zanardi kennt das selbst noch aus aller erster Hand...

Fotoquelle: xpb.cc

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