Großer Preis von Malaysia: Pre-Events

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Formel 1 2014

— 28.03.2014

Knappe Abstände: Rosberg-Bestzeit in Malaysia

Mercedes auch in Sepang voran, aber der Abstand schmilzt: Ferrari und Red Bull sind nahe dran - Daniil Kwjat überrascht mit starker Longrun-Zeit



Mercedes hat den Vorsprung vom Formel-1-Saisonauftakt in Australien offenbar auch zum zweiten Grand Prix gerettet, doch in der Hitze von Malaysia scheint er zumindest ein wenig zu schmelzen. Denn am Ende der beiden Freitagstrainings auf dem Sepang International Circuit in der Nähe von Kuala Lumpur betrug das Guthaben von Bestzeit-Halter Nico Rosberg auf seinen ersten Verfolger Kimi Räikkönen (Ferrari) gerade mal 35 Tausendstelsekunden.

Insgesamt lagen am Ende nicht weniger als sieben (!) Autos innerhalb von 0,367 Sekunden, was beweist, wie rasant die Abstände nach den teilweise noch dramatischen Zeitunterschieden während der Wintertests schrumpfen. Bei der traditionell wichtigsten Freitags-Disziplin, den abschließenden Longruns im Renntrimm, war der Mercedes-Vorsprung aber etwas größer: Lewis Hamilton schaffte mit (mutmaßlich) vollen Tanks eine Bestzeit von 1:43.5 Minuten und war damit in dieser Phase der Session um eine halbe Sekunde schneller als jeder andere.

Erster Verfolger: Sebastian Vettel (Red Bull). Im Renntrimm fehlte dem Weltmeister "nur" eine halbe Sekunde auf Hamilton; auf die schnelle Einzelrunde war er als Dritter sogar bis auf 61 Tausendstelsekunden dran. Mercedes sei "nicht so überlegen" wie zuletzt in Melbourne, findet Experte Marc Surer: "Der Unterschied war nicht so gewaltig. Vor allem sieht man, dass Vettel ihnen schon näher kommt. Aufgepasst: Viel fehlt da nicht mehr."

Surer erwartet einen Mercedes auf Pole-Position

"Es würde mich wundern, wenn nicht ein Mercedes auf der Pole-Position steht. Aber die Abstände werden immer geringer", analysiert der ehemalige Formel-1-Pilot. Vettel hatte am Freitagmorgen ein Software-Problem, weswegen er nur neun Runden zurücklegen konnte, nach der Mittagspause legte er aber weitere 29 nach. Zum Vergleich: Der Runden-Bestwert des Tages lag bei 57, die beiden Silberpfeile schafften gemeinsam genau 100 Umläufe.

"Wir haben natürlich ein paar Probleme gehabt, dass wir nicht immer zeitig rausgekommen sind, aber Glück gehabt, dass es nicht geregnet hat", fasst Vettel zusammen. "Wir lernen immer noch sehr viel, jede Runde zählt. Deswegen war es wichtig, dann doch noch rauszukommen. Es machte keinen schlechten Eindruck auf mich. Ich habe mich eigentlich ganz wohl gefühlt im Auto. Wenn es so heiß ist, dann ist natürlich auch der Asphalt sehr heiß. Die Reifen leiden darunter."

Ermutigend die Ferrari-Performance mit den Plätzen zwei und fünf, wobei die Scuderia im Renntrimm nicht so konkurrenzfähig zu sein scheint wie auf eine schnelle Runde. Erfreulich aber, dass Räikkönen erstmals schneller war als Teamkollege Fernando Alonso. "Das hat Kimi sicherlich gut getan", lobt Surer. "Er war unzufrieden mit der Abstimmung. Offensichtlich haben sie das jetzt hinbekommen. Wenn sich Kimi wohl fühlt, dann wissen wir, dass er schnell fahren kann."

Williams wieder ein möglicher Geheimtipp

Also zwei Mercedes, zwei Ferrari und zwei Red Bull in den Top 7 - und dazu noch Felipe Massa (Williams/+0,203) als Sechster. Im Renntrimm waren sogar beide Williams konkurrenzfähig; McLaren hingegen fiel in dieser Disziplin etwas ab. Die große Überraschung war in den letzten 45 Minuten des Freitags aber ein anderer: Rookie Daniil Kwjat (14./Toro Rosso/+1,416) fuhr im Renntrimm sensationell 1:44.0 Minuten und war damit gemeinsam mit Vettel erster Hamilton-Verfolger.

Nico Hülkenberg (Force India) wurde trotz Boxeneinfahrts-Ausritt mit 0,782 Sekunden Rückstand Zehnter, hatte aber seinen Teamkollegen Sergio Perez (16./1,762) sicher im Griff - auch wenn man fairerweise erwähnen muss, dass Perez zumindest am Vormittag technische Probleme hatte. Auch das zweite deutsch-mexikanische Stallduell (Sauber) ging für die Bundesrepublik aus: Adrian Sutil (13.) war trotz Gewichtshandicap um eineinhalb Zehntelsekunden schneller als Esteban Gutierrez (15.).

Lotus schafft immerhin noch 20 Runden

Ernüchternd, aber zumindest deutlich besser als am Vormittag verlief das zweite Freie Training für Lotus. Romain Grosjean (17./+2,622) und Pastor Maldonado schafften heute gemeinsam nur 20 Runden. Grosjean wurde am Nachmittag gleich zweimal mit Getriebeproblemen langsamer. Ein weiteres Renault-Opfer: Kamui Kobayashi (Caterham) musste die zweite Session wegen eines ERS-Problems sogar komplett streichen.

Die großen Fragen des Wochenendes sind nun: Hält das Wetter? Halten die Reifen? Und: Kann Red Bull den Rückstand auf Mercedes weiter verkürzen? "Die Longruns hätten besser sein können. Die Zuverlässigkeit war gut", findet Daniel Ricciardo, dem heute drei Zehntelsekunden auf Vettel fehlten und der den Ausritt am Ende auf seine eigene Kappe nahm. Größtes Handicap für Red Bull scheinen jedenfalls die beiden langen Geraden zu sein.

"Da verlieren wir acht Zehntel bis eine Sekunde", bedauert Teamchef Christian Horner. "In den Kurven holen wir auf." Und er blickt aufs Rennen: "Diese Strecke ist als Reifenfresser bekannt. Das könnte sich als Schlüsselfaktor erweisen. Wenn es keine Safety-Car-Phase gibt, könnte auch der Sprit zum Thema werden. Ich denke, jeder drückt die Daumen, dass es mal eine Gelbphase gibt. Das würde die Sache wesentlich entschärfen. Ansonsten müssen wohl alle ziemlich viel Sprit sparen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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