Großer Preis von Malaysia: Pre-Events

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Formel 1 2014

— 28.03.2014

Vettel: "Gott sei Dank macht das Auto keine Probleme"

Bei Red Bull streikte am Freitag die Software, Vettel ist aber von Fortschritten und dem Tempo seines Autos überzeugt: "Einfach ausknipsen und neu starten"



So viel Licht und so wenig Schatten wie im Freien Training zum Malaysia-Grand-Prix gab es für Sebastian Vettel schon lange nicht mehr, wenn er gerade ein Formel-1-Auto pilotiert hatte. Trotz erneuten technischen Problemen landete der Weltmeister auf Rang drei und war nur 0,061 Sekunden hinter dem Tagesbesten Nico Rosberg zurück. "Das Auto ist wieder da schnell, wo sie immer schnell waren - im Mittelsektor in den Kurven", weiß 'Sky'-Experte Marc Surer die Red-Bull-Form zu deuten.

Auf den Geraden hingegen verliert der Heppenheimer, dazu gibt es Reifenprobleme. Am rechten Vorderrad offenbart der RB10 Auflösungserscheinungen, die dem vielen Anpressdruck des Boliden geschuldet sein könnten. "Man sieht, dass der Toro Rosso auf der Geraden viel schneller ist. Also nicht dem Motor die Schuld geben, das ist die Einstellung", erklärt Surer und traut Vettel eine Menge zu: "Wenn sein Auto am Samstag auch läuft, bin ich überzeugt, dass er ein Wörtchen mitredet und im Rennen dranbleiben kann." Im Interview zeigt sich auch Vettel optimistisch.

Frage: "Sebastian, kann man von einem guten Tag sprechen?"
Sebastian Vettel: "Ich denke schon. Wir haben natürlich ein paar Probleme gehabt, dass wir nicht immer zeitig rausgekommen sind, aber Glück gehabt, dass es nicht geregnet hat. Wir lernen immer noch sehr viel, jede Runde zählt. Deswegen war es wichtig, dann doch noch rauszukommen. Das Auto machte keinen schlechten Eindruck auf mich. Ich habe mich eigentlich ganz wohl gefühlt. Wenn es so heiß ist, dann ist natürlich auch der Asphalt sehr heiß. Die Reifen leiden darunter."

Wie am heimischen Computer

"Der Freitag ist nicht das Wichtigste auf der Welt. Es tut gut, in Schlagdistanz zu den Topleuten zu sein. Es war ein ordentlicher Tag, wenn es auch nicht komplett glattgelaufen ist."

Frage: "Was macht das Problem mit der Zuverlässigkeit?"
Vettel: "Die Probleme, die wir hatten, sind verstanden und soweit gelöst. Das heißt nicht, dass sie nicht wieder auftreten können. Es ist sehr viel Elektronik an Bord. Wie es eben so ist: Wenn man die neue Software lädt, dann zickt es vielleicht noch ein bisschen. Die Probleme, mit denen wir es heute zu tun hatten, waren mehrheitlich wieder softwarebezogen - neue, andere Probleme. Es ist einfach unheimlich schwierig, das richtige Datenpaket zu finden. Der Rest des Autos scheint zu stimmen. Gott sei Dank haben wir da keine Sorgen. Es gehört aber alles dazu, es muss rund laufen, die Zahlen müssen stimmen."

"Bei so viel Technik und Software an Bord ist es manchmal gelöst, wenn man das Auto ausschaltet und wieder neu startet. Wie, wenn man zu Hause den Computer ausknipst und neu hochfährt. Davor ist man nie gefeit, deshalb spielt der Zufall eine Rolle. Der Zufall hat uns in Australien eine übergebraten. Als wir das Auto nach dem Rennen angelassen haben, war alles in Ordnung. Da sieht man, wie blöd es laufen kann. Aber wir sind noch in einer Lernphase und das gehört dazu."

Frage: "Muss man Smartphone-User sein, um dieses Auto bewegen zu können?"
Vettel: (lacht) "Leider haben wir noch nicht die passende App gefunden. Es ist unheimlich viel Elektronik an Bord, die Computer schwirren um das Auto herum und sind unheimlich beschäftigt. Es läuft noch nicht ganz so, wie wir uns das wünschen, aber es wird immer besser. Es dauert eben einfach ein bisschen."

Wetter als Gretchenfrage

Frage: "Und was sagt das 'Popometer', dein Gefühl?"
Vettel: "Das Auto stimmt. Das Gefühl ist ganz gut. Wir können uns noch ein bisschen verbessern, dann sind wir ganz gut dabei."

Frage: "Fühlt sich etwas anders an als in Melbourne?"
Vettel: "Ehrlich gesagt bin ich da ja gar nicht so viele Runden gefahren."

Frage: "Nico Rosberg hat großen Respekt vor den Longruns."
Vettel: "Ich habe noch nicht viel gesehen, vielleicht hat er mehr gesehen. Wir können zufrieden sein. Es gibt unheimlich viel, was wir lernen müssen und viel, was wir besser machen müssen. Die Basis stimmt, das Auto stimmt, es scheint gut zu gehen. Die Strecke hat uns in den vergangenen Jahren immer gut gelegen. Wichtig ist, dass wir alles zusammenbringen."

Frage: "Kannst du am Samstag um die Pole-Position kämpfen?"
Vettel: "Immer. Wenn es regnet, ist alles möglich. Bei Trockenheit wird es wahrscheinlich etwas schwieriger."

Frage: "Wie schätzt du die Hackordnung ein?"
Vettel: "Das kommt auf das Wetter an. Wir haben in den vergangenen Jahren gesehen, was alles passieren kann. Dann bestreiten wir das Rennen hauptsächlich gegen uns selbst. Wir sind noch nicht in der Situation, dass alles zu 100 Prozent zuverlässig wäre. Aber es bessert sich. Wir können schon mit Blick auf den Samstag einen Fortschritt machen. Abwarten, was wir unternehmen können, aber wir sind sicher nicht die Favoriten für das Rennen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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