Red Bull und Helmut Marko sind mit den Renault-Problemen nicht zufrieden

Formel 1 2014

— 29.03.2014

Trennung diskutiert: Marko setzt Renault unter Druck

Helmut Marko gibt zu, dass man derzeit bei Red Bull über einen neuen Motorenpartner nachdenkt, aktuell sei ein Wechsel aber kein Thema: "Auto ist um Renault gebaut"



Helmut Marko ist sauer. Sein Red-Bull-Team ist nicht mehr das Maß aller Dinge. Doch die sportliche Performance seines Teams mit den Plätzen zwei und fünf im heutigen Qualifying kann der Motorsportkonsulent akzeptieren, viel mehr ärgern ihn die Probleme mit Motorenhersteller Renault, die das Team schon seit Wochen auf Trab halten. In Australien war für Weltmeister Sebastian Vettel bereits früh Feierabend, und auch heute klagte der Heppenheimer zwischenzeitlich über Schwierigkeiten am Auto - Red Bull meldete ein Problem mit dem Energiespeicher.

Das gefällt dem Weltmeister-Rennstall überhaupt nicht. Laut Marko habe es bereits im Winter Anzeichen von Problemen bei den Franzosen gegeben, dennoch ist der Österreicher überrascht darüber, dass man immer noch nicht alles im Griff hat. "Uns wurde immer gesagt, dass man es rechtzeitig lösen könne", sagt er bei 'formula1.com'. Doch dann kam der desaströse Test in Jerez, bei dem Red Bull nur ganz wenige Runden drehen konnte.

"Danach haben wir bei Renault an den höchsten Stellen eingegriffen, und haben zusammen mit Toro Rosso und Renault eine Zusammenarbeit gestartet, um voranzukommen." Doch Marko ist auch bewusst, dass die Probleme nicht kurzerhand lösbar seien. "Es ist besonders der Hybrid-Part, der uns im Stich lässt", seufzt er. Übrigens: Dass Toro Rosso ebenfalls den anfälligen Renault-Antrieb im Heck hat, sieht Marko nicht als Nachteil: "Wir haben nun eine zweite Kraft für die Entwicklungsarbeit."

Die Frage ist nun: Wie lange schauen sich Red Bull und Dietrich Mateschitz das Desaster mit den Franzosen noch an. "Man ist an das gebunden, was man hat", winkt Marko ab. "Man kann nicht einfach sagen: 'Hey, ab morgen werden wir Mercedes-Motoren nutzen' - wenn sie uns überhaupt welche geben würden." Denn auch der Österreicher weiß, dass der Wechsel jetzt absolut außer Frage steht: Das Auto ist um den Renault-Antrieb gebaut.

Für das Team um Sebastian Vettel bleibt aktuell also nur eines übrig: "Wir müssen das Beste aus unserer Situation machen - smart und kaltblütig. Wir werden nun versuchen, uns mit Renault schnell vorwärts zu entwickeln, und dieser Nachmittag war ein guter Schritt in die richtige Richtung." Am besten sollte es schnell in die richtige Richtung gehen, denn irgendwann könnte Red Bull die Geduld verlieren. Ein Wechsel zu einem anderen Hersteller scheint nicht ausgeschlossen. "Wir diskutieren dieses Thema...", kündigt Marko an.

Fotoquelle: xpbimages.com

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