Großer Preis von Malaysia: Pre-Events

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Formel 1 2014

— 30.03.2014

Hülkenberg jubelt über Platz fünf: "Sehr gute Leistung"

Nico Hülkenberg war als Fünfter wieder eine der positiven Überraschungen des Rennens, auch wenn es am Ende im Kampf gegen Fernando Alonso nicht ganz reichte



Nico Hülkenberg hat beim Großen Preis von Malaysia weiterhin seine gute Form und seinen guten Ruf unterstrichen. Der Force-India-Pilot fuhr heute auf einen starken fünften Platz, und sorgte somit für strahlende Gesichter bei seinem Team, das durch das technisch bedingte Aus von Teamkollege Sergio Perez noch vor dem Start schon früh einen Nackenschlag hinnehmen musste.

"Ich glaube, es war eine sehr gute Leistung von uns", lobt der Deutsche sein Team nach dem Rennen bei 'RTL'. "Ich bin mit mir und dem Team sehr zufrieden. Die Jungs haben beim Boxenstopp geil gearbeitet." Und vor allem hat die Strategie bei Force India hervorragend funktioniert. Als einziger Fahrer im Vorderfeld setzte Hülkenberg auf eine Zweistoppstrategie und schnupperte dadurch sogar an Platz vier.

Doch den musste der Deutsche kurz vor dem Ende noch Fernando Alonso überlassen, der einen Stopp mehr absolvierte und auf frischen Reifen nur so herangepflügt kam. "Da war leider nicht mehr so viel zu machen", muss er bei 'Sky' eingestehen. "Er war einfach viel zu stark und hat mich lebend aufgefressen. Es war klar, dass ich von Anfang an nicht viel entgegenzusetzen habe. Ich habe es versucht, aber meine Reifen haben nicht mehr so viel hergegeben."

Rennverlauf spielt "Hulk" in die Karten

"Hätten wir ein bisschen mehr Performance im Auto gehabt, dann hätten wir heute auch einen Roten schlagen können, was echt schön gewesen wäre. Aber ich hatte zum Schluss echt keinen Gummi mehr auf den Reifen und konnte dementsprechend nichts mehr entgegensetzen." Dennoch kann der Force-India-Pilot mit dem Rennverlauf sehr zufrieden sein. Der fünfte Platz war am Ende ungefährdet, denn auf Jenson Button dahinter hatte er bereits einen Vorsprung von mehr als 36 Sekunden.

Den hatte sich Hülkenberg mit einem taktisch klugen Rennen so herausgefahren - wobei, eigentlich war das für ihn am heutigen Tag scheinbar gar nicht so schwer: "Ich weiß nur, dass ich nie zu wenig (Benzin) hatte oder Sprit sparen musste. Ich war diesmal seit Langem nach der ersten Runde in einer wirklich komfortablen Position, dass ich keinen hinter mir hatte, gegen den ich mich verteidigen musste", sagt er. So konnte Hülkenberg sein eigenes Rennen fahren und sich Reifen und Sprit ganz nach Belieben einteilen.

"Von daher bin ich von Anfang an eigentlich ziemlich ökonomisch gefahren und habe wirklich einen guten Rhythmus gefunden. Ich glaube, deswegen mussten wir auch nichts sparen und haben gut kalkuliert", so das Fazit. Genau deswegen konnte der Deutsche auch seine Zweistoppstrategie durchziehen, was ihn sehr gefreut hat: "Generell ist es super, dass wir die Zweistoppstrategie heute geschafft haben. Es war auch für mich persönlich gut, dass ich das mit den Reifen hinbekommen habe", so Hülkenberg.

Lob für Zweikampfführung

Gegen Rennende hatte der VJM07 auf dem harten Reifen allerdings so seine Schwierigkeiten. Zwar konnte der Emmericher ohne Probleme ins Ziel fahren, die Performance sei allerdings verbesserungswürdig, wie er meint: "Auf dem letzten langen Stint mit den härteren Reifen war unser Auto heute leider ziemlich schwach. Auf den Mediums haben wir uns viel besser zurechtgefunden." Und so hatte Hülkenberg am Ende keine Chance mehr gegen Alonso, auch wenn er Platz vier nicht kampflos herschenken wollte.

Selbst ein zweifacher Weltmeister hatte sichtlich Probleme beim Überholen des Deutschen, nachdem man auch bei Williams gestern besondere Angst vor ihm gehabt hatte. Denn immer wieder unterstreicht Hülkenberg seinen Ruf als Topfahrer, wenn es um die Zweikämpfe geht: "Was mir auffällt, und was auch der Stil eines Champions ist: Er ist unter Druck gut", ist auch Experte Marc Surer nicht entgangen.

"Unter Druck macht er keine Fehler, wehrt sich ohne Rücksicht, wer da hinter ihm ist", lobt er Hülkenberg. "Das haben wir im vergangenen Jahr schon beobachtet - und jetzt wieder. Das macht natürlich richtig Freude. Wir wünschen ihm ein noch schnelleres Auto, und dann wird er ganz vorne mitmischen", ist er überzeugt. Doch in diesem Jahr gilt es für Hülkenberg noch, sich mit dem Force India gut in Szene zu setzen, was ihm bisher auch gelungen ist.

WM-Tabelle: Zweitbester Deutscher

In der WM-Tabelle liegt er mit 18 Zählern auf Rang sechs - und ist somit zweitbester Deutscher, noch vor Sebastian Vettel. "Das hört sich erstmal gut an", lacht er, "hat im Moment aber nicht viel zu sagen. Wir haben gerade erst das zweite Rennen hinter uns, aber ich nehme die beiden Rennwochenenden mit, die wirklich positiv waren, und auf die wir wirklich gut aufbauen können."

Doch damit zufriedengeben will sich Hülkenberg nicht: "Jetzt müssen wir halt wirklich alles daran setzen, unser Auto zu entwickeln und ein bisschen mehr Aerodynamik zu finden", fordert er. "Wir brauchen mehr Grip auf der Hinterachse, dann können wir es noch deutlich weiter nach vorne schaffen." Und vielleicht springt dann ja sogar endlich einmal der erste Podestplatz in der Formel 1 heraus.

Fotoquelle: xpbimages.com

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