Jenson Button holte das Maximum aus seinem MP4-29 heraus und wurde Sechster

Formel 1 2014

— 30.03.2014

Button glücklich mit Platz sechs, Magnussen zeigt Reue

McLaren hat die WM-Führung in Malaysia verloren, punktet aber solide und behauptet Rang zwei - Jenson Button freut sich, Kevin Magnussen ärgert sich über sich selbst



Als Spitzenreiter der Konstrukteurswertung nach Sepang gereist, musste McLaren schon am Freitag und Samstag feststellen, dass es mit einem erneuten Podium beim Großen Preis von Malaysia schwierig werden dürfte. So sollte es am Ende auch sein. Jenson Button landete auf einem soliden sechsten Platz, Kevin Magnussen, der bei seinem Formel-1-Debüt in Australien noch sensationell Zweiter wurde, beendete das Rennen mit einer Runde Rückstand als Zehnter.

Im Qualifying hatte erneut der junge Shootingstar die Oberhand behalten und startete von Platz acht aus ins Rennen - zwei Positionen vor seinem erfahrenen Teamkollegen. Nach einem unspektakulären Start wurde es in der zweiten Runde chaotisch: Magnussen geriet in Kurve 2 mit Kimi Räikkönen aneinander und schlitzte dem Ferrari den Reifen auf. Der Däne selbst beschädigte sich den Frontflügel. "Es war mein Fehler", gibt er gegenüber 'Sky Sports F1' zu. "Ich habe da etwas Spektakuläres in der ersten Kurve versucht, die Situation aber falsch beurteilt. Es war unnötig, ich hätte das nicht tun sollen."

"Dafür gibt es keine Entschuldigung, ich übernehme die volle Verantwortung für das schlechte Resultat, das wir dadurch erreicht haben", bedauert Magnussen gegenüber 'Autosport'. In Runde 10 kam der 21-Jährige somit als Erster an die Box, holte sich neben neuen Reifen auch eine neue Nase. Kaum wieder auf der Strecke, erhielt Magnussen eine 5-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe für die Kollision mit Räikkönen, die er aber erst beim zweiten regulären Boxenstopp in Runde 25 direkt vor dem Reifenwechsel absitzen sollte - eine Neuerung in der Saison 2014.

Magnussen enttäuscht von sich selbst

"Es tut mir sehr leid für das Team. Ich denke, wir hätten sonst ein paar gute Punkte holen können, deshalb bin ich wirklich enttäuscht von mir selbst. Ein Formel-1-Rennen ist lang, da muss ich nicht gleich nach dem Start einen solchen Fehler begehen. Ich muss mich beim Team entschuldigen, aber ich werde daraus lernen", räumt Magnussen ein. Trotz all dieser Probleme landete der McLaren-Pilot auch bei seinem zweiten Grand Prix in den Punkten, liegt nun mit 20 WM-Zählern auf Rang fünf der Gesamtwertung.

Teamkollege Button hat ihn durch seinen sechsten Platz jedoch überholt und belegt nun Gesamtrang vier (drei Punkte vor Magnussen). Für den Briten war es ein weitgehend unspektakuläres Rennen, lediglich hinter ihm duellierten sich die beiden Williams-Piloten Felipe Massa und Valtteri Bottas, die er aber bis zuletzt hinter sich halten konnte. Am Ende strahlt Button über beide Ohren: "Ich denke, das Training hat sich ausgezahlt. Denn es ist wirklich heiß da draußen, das war hart - besonders wenn du die ganze Zeit im Rückspiegel beobachten musst, wie diese beiden da rumfahren."

"Aber es war ein schönes Rennen, mehr hätten wir uns nicht wünschen können", gibt der 34-Jährige nach einem durchwachsenen Start ins Wochenende zu. "Ich glaube, wir haben das Maximum aus unserem Paket, das wir aktuell haben, herausgeholt. Ich hätte eigentlich nicht erwartet, dass wir hier heute Sechster werden, wenn ich zurückdenke, wie sich das Auto zuvor angefühlt hatte." So dankt er seinen Mechanikern und Mitarbeitern in Woking für die gute Arbeit.

Bei hohen Geschwindigkeiten zu schwach

Die Gründe für den Rückstand auf die Spitze sind Button indes bewusst: "Die hohen Geschwindigkeiten im Zusammenspiel mit der Hitze hier kamen uns nicht entgegen. Wir haben Stärken, deshalb konnten wir diese Jungs auch hinter uns halten. Aber bei den hohen Geschwindigkeiten haben wir noch viel zu tun, das wissen wir. Ich bin glücklich, dass wir heute das Maximum erreicht haben, aber wir müssen uns weiter verbessern, um die Jungs an der Spitze einzuholen."

Youngster Magnussen blickt bereits zuversichtlich nach Bahrain, wo in nur sieben Tagen das erste Wüstenrennen bei Nacht stattfinden wird: "Ich bin mir sicher, wir machen dort einen weiteren Schritt nach vorn - wir machen ja auch keine Rückschritte... Wir müssen und werden weitermachen. Wir lernen stetig viel dazu, und die anderen sicherlich auch. Deshalb müssen wir schneller lernen." Bei den letzten Testfahrten in Bahrain Anfang März sah McLaren eigentlich nicht allzu gut aus, seitdem hat sich jedoch einiges getan...

Fotoquelle: xpbimages.com

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