Schaffen Alonso oder Räikkönen beim dritten Rennen endlich in die Top 3?

Formel 1 2014

— 01.04.2014

Ferrari: In der Wüste näher an der Spitze dran?

Fernando Alonso und Kimi Räikkönen rechnen in Bahrain mit Fortschritten, doch Teamchef Stefano Domenicali fordert Verbesserungen in allen Bereichen



Keine Atempause für die Formel-1-Teams. Nur eine Woche nach dem Grand Prix von Malaysia steht am kommenden Sonntag der Grand Prix von Bahrain an. Während Mercedes die ersten beiden Saisonläufe als Sieger beendete, schaute die Konkurrenz in die Röhre.

Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel gelang in Sepang immerhin der Sprung aufs Podest. Der Weltmeister wurde hinter den beiden Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg Dritter. Teamkollege Daniel Ricciardo jubelte bereits in Melbourne als Zweiter vom Podium, verlor diese Platzierung allerdings im Nachgang wieder.

Bei Ferrari wartet man noch auf die erste Top-3-Platzierung in dieser Saison. Schafft die Scuderia aus Maranello unter dem Flutlicht von Sachir erstmals in diesem Jahr den Sprung aufs Podest? Bei den Testfahrten vor wenigen Wochen an gleicher Stelle hinterließ man einen guten, wenn auch nicht herausragenden Eindruck.

Alonso erwartet Mix aus Australien und Malaysia

Fernando Alonso kommt mit zwei vierten Plätzen im Gepäck zum Bahrain-Grand-Prix. "Seit dem letzten Test in Bahrain sind wir einen großen Schritt vorangekommen, was das Zusammenspiel zwischen Elektromotor und Verbrennungsmotor betrifft", sagt der Spanier und fügt an: "Inzwischen haben alle eine bessere Vorstellung von den Regeln. Das gilt auch für uns Fahrer. Wir wissen jetzt, wie die Autos zu fahren sind und wie die neue Formel 1 zu handhaben ist. Wir kommen also mit einer deutlich besseren Basis zu diesem Rennen als es bei den Testfahrten im Winter der Fall war."

Stand der Saisonauftakt in Melbourne im Zeichen des Benzinverbrauchs, so kam es am vergangenen Sonntag in Sepang in erster Linie auf den richtigen Umgang mit den Reifen an. "Ich glaube, in Bahrain werden wir es mit einer Kombination aus beiden Faktoren zu tun haben", mutmaßt Alonso in seiner Vorausschau auf den dritten Saisonlauf. "Wir werden mehr Sprit sparen müssen als in Malaysia, doch auch die Reifen werden aufgrund der Temperaturen in der Wüste von Bahrain gefordert sein."

Im Unterschied zu den vergangenen Jahren findet das Rennen im Golfstaat diesmal unter Flutlicht statt. Ungeachtet dieses Umstands rechnet Alonso mit "einem schwierigen Rennen, da einige unserer Gegner sehr stark auftreten. Wir müssen uns ins Zeug legen, um den Rückstand so schnell wie möglich zu verkürzen".

Räikkönen erkennt Fortschritte

Teamkollege und Ferrari-Rückkehrer Kimi Räikkönen kann nach einem durchwachsenen Saisonstart nur die Plätze sieben und zwölf und somit 18 WM-Punkte weniger als Alonso vorweisen. "Es gibt viel zu tun, doch jeder im Team gibt sein Bestes, um die Probleme so schnell wie möglich auszusortieren", sagt der Finne und spricht damit unter anderem auf seine Anpassungsschwierigkeiten auf das neue Brake-by-Wire-System an.

Räikkönen teilt die Vorhersagen Alonsos bezüglich des Managements von Spritvorräten und Reifen und hält fest: "In Bahrain wird dem Thema Benzinsparen eine deutlich größere Bedeutung zukommen als bei den ersten beiden Rennen. Vielleicht wird es aber gar nicht so schlimm, denn auch in Melbourne war es letztlich ein kleineres Problem als wir im Vorfeld vermuteten. Was die Reifen betrifft, dürfte es in Sachir ein bisschen einfacher werden als in Sepang. Wenn es uns gelingt, das Auto perfekt abzustimmen, dann sollten wir ein deutlich einfacheres Leben haben."

Grundsätzlich ist der "Iceman" vor seinem dritten Rennwochenende im Cockpit des Ferrari F14 T optimistisch. "In Malaysia konnten wir aufgrund des Vorfalls zu Beginn nicht alles zeigen", spricht er die Kollision mit McLaren-Rookie Kevin Magnussen an, bei der ihm der Däne einen Reifen aufschlitzte. "Ich hatte aber das Gefühl, beim Verständnis des Autos einen Schritt vorangekommen zu sein. Daher glaube ich, dass wir für dieses Wochenende besser vorbereitet sind. Wir sollten bessere Rundenzeiten und somit bessere Ergebnisse erzielen können", so Räikkönen.

Domenicali: Neukonstruktion keine Option

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali zeigt sich vom nicht vollends überzeugenden Saisonstart der Scuderia nur bedingt überrascht. "Wir wussten von Beginn an, dass wir aufgrund der neuen Regeln vor einer großen Herausforderung stehen. Beim Design des 2014er-Autos war uns klar, dass wir uns nicht nur auf unsere Stärke, den Motor, konzentrieren dürfen, sondern auf die gesamte Antriebseinheit. Uns war auch klar, dass uns andere Hersteller etwas voraus haben. Schließlich nutzen sie diese Technologie in Straßenfahrzeugen", spricht Domenciali gegenüber 'Formula1.com' auf Mercedes und deren Hybrid-Know-How an.

Den Kopf in den Sand zu stecken ist für Ferrari vor dem Wüstenrennen in Bahrain aber keine Option. "Wir kennen die Gebiete, auf denen wir uns verbessern müssen. In Enttäuschung zu verfallen hilft uns nicht weiter", sagt Domenicali und erachtet es als "eine Frage der Zeit", bis Ferrari man an die Mercedes-Performance herankommt.

Mit Blick auf den F14 T hält der Ferrari-Teamchef fest: "Ich glaube nicht, dass wir durch das Lösen eines Problems die Gesamtperformance verbessern können. Wir müssen überall ansetzen. Es muss uns gelingen, ein insgesamt effizienteres Auto auf die Beine zu stellen." Von einer kompletten Neukonstruktion will der Italiener aber nichts wissen. "Das wäre ein bisschen zu extrem", nimmt Domenicali klar Abstand.

Fotoquelle: xpbimages.com

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