Christian Horner und Helmut Marko erhöhen den Druck auf Antriebspartner Renault

Formel 1 2014

— 02.04.2014

Red Bull droht Renault mit Vertragsauflösung

Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko droht dem Antriebspartner: Entweder findet Renault mehr Power oder der Vertrag wird vorzeitig aufgelöst



Der mäßige Saisonbeginn des Weltmeister-Teams Red Bull wird von den meisten Experten nicht in erster Linie dem RB10-Chassis zugeschrieben, sondern dem Renault-Antrieb. Ein Indiz dafür ist, dass Red Bull bei den Topspeed-Messungen in den bisherigen beiden Qualifyings jeweils ein Defizit von rund 15 km/h vorzuweisen hatte. Das mag zum Teil an einem auf Anpressdruck getrimmten Setup liegen, doch laut Red Bull kommt viel auch vom schwachbrüstigen Renault-V6-Turbo.

Nachdem man den Antriebspartner in den vergangenen Wochen noch relativ schonend behandelt hatte, scheint der Wind nun langsam rauer zu wehen: "Wenn Renault in zwei bis drei Monaten keine merkliche Besserung zustande kriegt, werden wir definitiv über eine Alternative reden", droht Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko in der 'Bild'-Zeitung schon mit Abschied. Dabei läuft der erst im September 2011 verlängerte Vertrag eigentlich bis Ende 2016.

Der Tenor im Red-Bull-Camp lautet jedenfalls: Wenn wir statt eines Renault-Antriebs einen von Mercedes im Heck hätten, würden wir gewinnen. "Wenn man bedenkt, wo wir mit unserem Motor stehen, dann übertreffen wir unsere Erwartungen derzeit selbst", meint etwa Teamchef Christian Horner. Rückenwind erhält er vom ehemaligen Formel-1-Piloten Karl Wendlinger, der das genauso sieht: "Der RB10 selbst ist dazu in der Lage, vorne mitzufahren und Rennen zu gewinnen."

"In schnellen Kurven und in Sachen Traktion ist das Auto hervorragend, und die Traktion ist dieses Jahr ganz wichtig", so der Österreicher bei 'ServusTV'. "Durch das extreme Drehmoment der Turbomotoren ist speziell die Traktion sehr wichtig - es gibt ja seit Jahren keine Traktionskontrolle mehr. Da ist der Red Bull sehr gut. Aber ob Renault in der Kürze der Zeit zwischen Malaysia und Bahrain so einen Sprung machen kann, um Mercedes wirklich unter Druck zu setzen? Das glaube ich nicht."

Auch bei Lotus hofft man übrigens, dass Renault eine Steigerung gelingen wird. Eines der Probleme scheint der Energietransfer zwischen MGU-H (Motorgenerator für Hitzeenergie), MGU-K (Motorgenerator für kinetische Energie) und Energiespeicher zu sein. "Es stimmt, da gibt es noch Nachholbedarf", stimmt Chefingenieur Alan Permane gegenüber 'auto motor und sport' in die Kritik ein. "Das schmerzt, denn es ist Power zum Nulltarif. Aber auch vom Motor selbst könnte noch mehr Leistung kommen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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