Wird zu wichtigen Gesprächen in Bahrain erwartet: FIA-Präsident Jean Todt

Formel 1 2014

— 03.04.2014

Krisentreffen: Es geht um Sound, Optik und Sport

Bernie Ecclestone und Ferrari-Boss Luca di Montezemolo setzen sich in Bahrain mit FIA-Präsident Jean Todt an einen Tisch: Schnelle Maßnahmen für die Formel 1?



Die Formel 1 ist derzeit fast überall im Gespräch. Das sollte Promoter Bernie Ecclestone freuen. Allerdings ist der Brite "not amused", denn seine Königsklasse wird von vielen Seiten kritisiert. Der Sound zu schlecht und leise, die Autos zu hässlich und unzuverlässig, das Spritsparen zu sehr im Vordergrund und die Kosten zu hoch. Kurzum: der Sport kränkelt. Ecclestone hat - ebenso wie viele andere Mitglieder des Fahrerlagers - große Angst, dass TV-Quoten und Interesse in den Keller gehen.

Spätestens seit sich der amtierende Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel drastisch über den seiner Meinung nach schwachen Sound der neuen V6-Turbos ("shit") beklagte, werden lautstark Konsequenzen gefordert. "Im Moment ist es ein großes Thema", sagt Vettel, dessen markige Worte viel Gehör fanden. "Ich bin immer schon der Auffassung, dass wenn ich etwas zu sagen habe, es dann auch sage. Es wäre nicht gut, wenn man jetzt anfängt, sich zu verstellen."

Ex-Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen hatte sich zu Beginn der Woche in die Diskussion um den Sound der Formel 1 eingeschaltet. "Man könnte ein Loch in den Auspuff bohren", meint der Mönchengeladbacher. Ganz so einfach sind die Probleme der Königsklasse nun doch nicht behoben. Es geht um mehr, viel mehr als nur die Geräuschkulisse. Es geht um die Frage, ob man den nun eingeschlagenen Weg so konsequent weitergehen möchte wie bisher.

Todt verteidigt neues Reglement

"Mir ist bei der ganzen Diskussion heute zu viel Emotion im Spiel. Und die neuen Medien verbreiten das inflationär um die Welt", wehrt sich Jean Todt in 'auto motor und sport' gegen die aktuelle Kritik. Immerhin habe sich vor 30 Jahren, also beim Start der ersten Turboära, auch niemand über den Sound beklagt. "Vor 30 Jahren dachte man anders über Geschwindigkeitsbegrenzungen, den Benzinverbrauch und den Lärm. Ich habe an meinen ersten Mini Cooper einen Spezialauspuff geschraubt, damit es gut klingt. Wer macht das heute noch?"

Downsizing, Hybridtechnik und Energieeffizienz stünden auch der Formel 1 heutzutage gut zu Gesicht, meint der Franzose. Mit dieser Meinung ist er wahrscheinlich nicht ganz allein, aber es gibt in der Szene einige Schwergewichte, die anders denken. Neben Ecclestone zählt auch Ferrari-Boss Luca di Montezemolo dazu. Der Italiener war schon immer einer der Gegner der Einführung der neuen V6-Turbomotoren. Er wird sich nun noch einmal in die Diskussionen einmischen.

Nach Informationen italienischer Medien werden sich Ecclestone und Montezemolo am Bahrain-Wochenende gemeinsam mit Todt in ein Krisenmeeting begeben. Wann genau dieses Treffen stattfinden soll, ist derzeit noch nicht bekannt. "Es ist normal, dass man sich alle paar Rennen mal zusammensetzt. Und wenn Herr Todt hier in Bahrain ist, dann ist es sinnvoll, dass man die vielen Dinge mal anspricht", freut sich Vettel über die Tatsache, dass man womöglich Maßnahmen zur Verbesserung der Show auf den Weg bringt.

Fotoquelle: Monza

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