Auf der Strecke ist es hell wie am Tag, dabei liegt die Wüste längst im Dunkeln

Formel 1 2014

— 03.04.2014

Flutlichtpremiere in Bahrain: Unterschied wie Tag und Nacht?

Die Piloten erwarten, dass die fallenden Außen- und Streckentemperaturen in der Sachir-Wüste Auswirkungen auf Fahrverhalten und Rennstrategie haben



Bahrain scheut keine Mühe, um sich der Welt anlässlich des zehnten Jubiläums des Formel-1-Grand-Prix als modernes, reiches und gastfreundliches Land zu präsentieren. Für 2014 haben sich die Organisatoren einen besonderen Clou ausgedacht und die Strecke in der Sachir-Wüste binnen eines halben Jahres mit Flutlicht ausgestattet. Am Wochenende gibt es auf der Halbinsel das erste Rennen aus 1001 Nacht - noch mehr als für den Sternenhimmel interessieren sich die Piloten für das Thermometer.

Schließlich sind die Fahrer Grands Prix bei künstlichem Licht seit der Einführung der Technik in Singapur und Abu Dhabi gewohnt. Viele Teams greifen auf das gesammelte Datenmaterial vom Marina Bay Circuit und dem Yas Marina Circuit zurück. "Die Temperaturen machen den größten Unterschied, das Licht aber nicht", bestätigt McLaren-Rookie Kevin Magnussen, der zum ersten Mal eine motorsportliche Nachtschicht schieben wird. "In dieser Hinsicht wird es nicht anders sein als ein Rennen am Tag."

Anders die kühlere Strecke: Von Freitag bis Sonntag werden gegen Nachmittag Tageshöchstwerte von 25 Grad Celsius erwartet, am Abend fallen die Temperaturen jeweils auf 20 Grad Celsius. Dieser Sturz spielt sich mit dem Sonnenuntergang ab, den Bahrain um 17:57 Uhr Ortszeit erlebt - unmittelbar bevor um 18 Uhr Ortszeit (17:00 Uhr MESZ) am Samstag das Qualifying und am Sonntag das Rennen startet. Im laufenden Rennbetrieb kühlt der Asphalt aus und präsentiert sich wahrscheinlich in unterschiedlicher Verfassung.

Am Donnerstag etwa fiel die Streckentemperatur etwa von knapp 40 auf 23 Grad Celsius in den Abendstunden. "Insbesondere das Verhalten der Reifen wird etwas anders sein", warnt Sauber-Pilot Adrian Sutil. Romain Grosjean erwartet, dass der Reifenabbau geringer ist als unter dem Einfluss von Sonne und Hitze der vergangenen Jahre. "Ob sich das am Ende groß auswirken wird, weiß ich aber nicht", so der Franzose. Lotus-Teamkollege Pastor Maldonado meint aber: "Technisch müssen wir die Sache anders angehen, was Luftdruck und Setup betrifft."

Die Ergebnisse der Testfahrten, die stets an den Nachmittagen beendet waren, sind daher äußerst eingeschränkt von Relevanz: "Da die Temperaturen etwas kühler sein werden, sind die während der Tests gesammelt Daten nur bedingt aussagekräftig", sagt Sutil. Auch Sergio Perez glaubt an einen Unterschied wie Tag und Nacht: "Wir haben gesehen, dass die Temperaturen hier eine große Rolle spielen." Den größten Vorteil genießt ohnehin Grosjean: "Wenn ich richtig gerechnet habe, kann ich länger schlafen, was mir immer gefällt", erzählt der Lotus-Star schmunzelnd.

Fotoquelle: xpbimages.com

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