Respekt und Freundschaft ja, innige Liebe eher weniger: Lewis Hamilton und Nico Rosberg

Formel 1 2014

— 04.04.2014

Hamilton & Rosberg: (Noch) ziemlich beste Teamkollegen

Das Duo ist sicher, in einem Duell um den Titel respektvoll miteinander umzugehen - Rosberg nicht unter Hamiltons fünf besten Freunden



Als Kinder zusammen am Strand, als Erwachsene gemeinsam auf dem Weg zum Gipfel der Formel-1-Welt: Lewis Hamilton und Nico Rosberg begannen ihre Zusammenarbeit bei Mercedes als gute Kumpels. Dabei ist es bis heute geblieben, jedoch könnte das freundschaftliche Verhältnis der beiden auf dem Spiel stehen, sollte sich zwischen ihnen der Kampf um den WM-Titel abspielen. "Ich könnte verstehen, wenn sich etwas ändert, wenn wir dann noch in ähnlicher Position sind", sagt Rosberg.

Auch Hamilton glaubt, dass ein teaminternes Duell um die Meriten Folgen haben könnte, aber keine langfristigen Einschnitte bedeuten muss: "Wir werden Probleme haben, wir werden sie aber lösen und weiter Rennen fahren", so der Brite. "Wir haben viel Respekt voreinander und das ist alles, was es braucht." Bruderliebe verbindet die beiden nicht. Hamilton sieht die Besonderheit in der Verbindung nicht in ihrer Herzlichkeit, sondern in ihrer Entstehung, schließlich lernte sich das Duo im Kindesalter an der Kartstrecke kennen und verbrachte sogar den Urlaub gemeinsam.

"Wir teilen viele Geschichten und Interessen", unterstreicht Hamilton. "Respekt ist das beste Bindeglied in der Formel 1." Einer, der im Streitfall zwischen den Fronten steht, ist Toto Wolff. Der Mercedes-Motorsportchef hatte bereits vor dem Malaysia-Grand-Prix, den seine Schützlinge von den Rängen eins und zwei in Angriff nahmen, angedeutet, dass zum Wohle des Teams ein Eingreifen in das Duell denkbar ist. "Es ist fast unausweichlich, dass sich die beiden im Laufe der Saison in die Haare kriegen", sagt der Österreicher der 'Welt am Sonntag'.

Deshalb werden im Mercedes-Lager kritische Punkte schon im Vorfeld diskutiert, um einer Situation wie 2013 in Sepang aus dem Weg zu gehen. Rosberg ist zuversichtlich, dass auch in einem silbernen Titelduell keine schmutzige Wäsche gewaschen wird: "Im Kart haben wir auch um Meisterschaften gerungen. Das ist das Gleiche, nur jetzt mit mehr Leuten drumherum, mehr Medien und mehr Zuschauern. Wir haben es mit Respekt getan", so der Wiesbadener, der damals den Kürzeren zog und sich dafür noch zu revanchieren plant: "Jetzt bin ich an der Reihe."

Fakt ist aber auch, dass die deutsch-britische Kombination nie so innig miteinander war, wie es ihr teilweise nachgesagt wurde: "Ich kann meine Freunde an einer Hand abzählen und ich bin mir sicher, dass das auch auf Nico zutrifft. Er gehört nicht zu meinen Fünf und ich nicht zu seinen", stellt Hamilton klar.

Fotoquelle: xpbimages.com

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