Großer Preis von Bahrain: Pre-Events

Formel 1 2014

— 04.04.2014

Bahrain-Auftakt: Mercedes weiterhin in Front

Mercedes behauptet seine Spitzenposition auch im ersten Freien Training zum Grand Prix von Bahrain: Hamilton und Rosberg knapp vor Alonso



Bahrain ist eine Mercedes-Strecke. In diesem Punkt waren sich am Donnerstag vor dem Start der ersten Sessions auf dem Bahrain International Circuit (BIC) fast alle einig. Die langen Geraden sollten den starken Antrieben aus Brixworth zum Vorteil gereichen. Diese Annahme bestätigte sich im ersten Freien Training in der Wüste. Allerdings konnte von Dominanz keine Rede sein, denn Ferrari und Force India hinterließen ebenfalls einen starken Eindruck.

Beim erwartet herrlichen Sonnenschein und Lufttemperaturen um 27 Grad Celsius war vor allem in der ersten halben Stunde des Trainings viel los. Die Teams nutzten den zusätzlichen Reifensatz am Freitag, der nach 30 Minuten wieder abgegeben werden musste. Entsprechend gab es auch die ersten schnellen Umläufe, um aus den Medium-Pneus das Maximum herauszuholen. In 1:38.395 Minuten setzte Hamilton die Vorgaben am besten um, kurz vor dem Ende verbesserte er sich noch auf 1:37.502 Minuten - Bestzeit.

Teamkollege Nico Rosberg (2./+0,231 Sekunden) verpasste eine bessere Rundenzeit, als er sich kurz vor Schluss in der ersten Kurve verbremste. Der Melbourne-Sieger klagte nach dem Fehler über einen Bremsplatten, der keine weiteren Zeitenverbesserungen mehr zuließ. Es war nicht die einzige Sorge des Weltmeistersohnes am Freitagmittag. Zum Start in die Session berichtete Rosberg von wenig Leistung seines Antriebs. Mercedes bekam dieses Problem aber schnell in den Griff.

Chaos bei Ferrari: Vermischte Mischungen

Bei Ferrari hat sich an diesem Wochenende hoher Besuch angekündigt. Präsident Luca di Montezemolo kommt nach Bahrain, um mit Bernie Ecclestone und FIA-Präsident Jean Todt über Maßnahmen zur Verbesserung der Formel 1 zu sprechen. Der Italiener dürfte beim Blick auf das Klassement des ersten Trainings nicht unzufrieden sein. Fernando Alonso (3./+0,451) war auf guter Position, aber dennoch mit reichlich Abstand auf Hamilton.

Was Montezemolo nicht gefallen haben dürfte, war das zwischenzeitliche Chaos an der Ferrari-Box. Kurz nach der Halbzeit wollte man Alonso für einen weiteren wichtigen Test der neuen Mechanik-Komponenten auf die Strecke schicken. Man stoppte den Spanier aber sofort in der Boxengasse. Was war passiert? Am F14 T waren drei Medium-Reifen und ein Soft-Pneu installiert. Dies entspricht nicht dem Reglement und hätte zu einer Strafe geführt, wenn Alonso tatsächlich auf die Strecke gefahren wäre.

Alonso-Teamkollege Kimi Räikkönen, dem die neuen Updates mehr Gefühl für die Vorderachse vermitteln sollen, hatte in der ersten Session reichlich Mühe mit seinem Auto. Der Finne rutschte unter anderem einmal weit neben die Strecke. Als Sechster stand am Ende ein Rückstand von über 1,2 Sekunden zu Buche. Schneller waren die Mercedes-Kunden Nico Hülkenberg (4./+0,620) im Force India und McLaren-Pilot Jenson Button (5./+1,134).

Red Bull zunächst im grauen Mittelfeld

Bei Red Bull hielt man sich offenbar im ersten Training mal wieder etwas zurück. Sebastian Vettel hatte am Ende als Zehnter über 1,8 Sekunden Rückstand auf die Spitze, Daniel Ricciardo auf Rang 14 sogar noch mehr. Am Wagen des Australiers funktionierte angeblich schon wieder der Fuel-Flow-Meter nicht. Red Bull testete einige aerodynamische Neuerungen, darunter eine veränderte Nase. Bislang ist ein Fortschritt nicht erkennbar. Vettels Longrun war mit konstanten 1:40er-Zeiten zwar solide, aber andere Teams waren schneller oder auf ähnlichem Niveau.

Zum Beispiel Toro Rosso. Die Strecke in der Wüste kommt dem STR9 womöglich sehr entgegen. Daniil Kwjat (8./+1,554) zeigte ein konstant gutes Tempo, sein Teamkollege Jean-Eric Vergne war wegen eines Fehlers am Antrieb über 90 Minuten gehandicapt. Der Franzose reihte sich nur als Zwölfter ein. Wenig Fortschritt bei Sauber und Lotus: Adrian Sutil hatte auf Rang 15 über drei Sekunden Rückstand. Die beiden Lotus lagen noch weiter zurück, konnten aber immerhin viel fahren.

Die Formel 1 erlebte am Mittag einige Youngster im Trainingsbetrieb. Bei Williams bot Felipe Nasr ein starkes Debüt im Auto von Valtteri Bottas. Der Brasilianer war auf Rang 13 nur unwesentlich langsamer als der erfahrene Felipe Massa (11.). Giedo van der Garde (18./Sauber) hielt den Rückstand auf Sutil in Grenzen, kämpfte aber immer wieder mit dem zickigen Auto. Robin Frijns (21.) war bei seinem Debüt im Caterham mit 35 Runden der fleißigste Mann der Session.

Um 18:00 Uhr Ortszeit (17:00 Uhr MESZ) starten die Boliden in das zweite Freie Training. In der Session werden deutlich mehr wichtige Erkenntnisse für Rennen und Qualifying gewonnen, denn das Training findet ebenso unter Flutlicht und kühleren Temperaturen statt wie die Zeitenjagd am Samstag un der Grand Prix am Sonntag.

Fotoquelle: xpbimages.com

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