Toto Wolff, Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und Niki Lauda im Gespräch

Formel 1 2014

— 06.04.2014

Ecclestone: "Mercedes sollte nicht bestraft werden"

Bernie Ecclestone bleibt bei seiner Kritik am neuen Format der Formel 1, findet aber, dass man Mercedes nicht mit kurzfristigen Regeländerungen bestrafen sollte



Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone, FIA-Präsident Jean Todt und Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo wollen am Rande des Grand Prix von Bahrain über die teilweise scharfe Kritik am neuen Erscheinungsbild der Königsklasse sprechen. Während Ferrari und Red Bull bereits im Vorfeld eine sehr kritische Position bezogen haben und sich mit dem neuen Format offenbar nicht anfreunden können, ist Mercedes bekennender Befürworter des aktuellen Reglements - wohl auch (aber nicht nur), weil man momentan von Erfolg zu Erfolg eilt.

Eine Regeländerung während der laufenden Saison gilt als ausgeschlossen, weil einer solchen auch Mercedes zustimmen müsste - es sei denn, die FIA ortet ein Sicherheitsproblem, was jedoch nicht der Fall zu sein scheint. Todt hat daher bereits gestern angedeutet, dass er für Regeländerungen nicht zu haben ist. Und auch Ecclestone sagt nun: "Mercedes hat ohne jeden Zweifel besser gearbeitet. Dafür sollten sie nicht bestraft werden. Wir sollten die Regeln nicht ändern, um sie zu bestrafen."

Aber Änderungen seien unausweichlich: "So, wie die Dinge jetzt stehen, ist es glaube ich für das Publikum nicht akzeptabel. Die Leute kaufen Tickets, weil sie erwarten, die Formel 1 zu sehen, die sie kennen. Alle beschweren sich, sogar Mercedes. Sie mögen es ja auch nicht, wenn die Leute nicht happy sind", vermutet der 83-jährige Brite und sieht die Silberpfeile sogar in der Führungsrolle, wenn es darum geht, die Formel 1 attraktiver zu machen. Und weiter: "Wichtig ist, dass den Teams und den Motorenherstellern das Problem bewusst ist - und dass sie versuchen, es zu lösen."

"Ich denke, sie können wegen des Lärms etwas machen. Sie brauchen noch zehn Kilo mehr Benzin. Ich denke, da werden alle zustimmen", glaubt Ecclestone. Den Vorschlag von Montezemolo, die Rennen zu verkürzen, damit nicht mehr so viel Benzin gespart werden muss, weist er jedoch ab: Das werde "nicht unbedingt" passieren.

Auch den Vorwurf, er schade mit seinen negativen Kommentaren der Formel 1, lässt Ecclestone nicht auf sich sitzen: "Jeder darf seine Meinung haben." Aber er kritisiert erneut: "Was ist falsch an diesen fantastischen Motoren? Die sind ohne jeden Zweifel unglaublich. Die Leistung, die sie aus so wenig Benzin produzieren. Aber ich finde nicht, dass das in die Formel 1 gehört. Eher in den Tourenwagensport."

Die Frage, ob es die akute Notwendigkeit gibt, in den nächsten zwei bis drei Rennen zu handeln, lässt Ecclestone unbeantwortet: "Man kann es auch anders sehen: Werden sich die Leute daran gewöhnen? Wenn das der Fall ist, dann gut", meint er.

Fotoquelle: xpbimages.com

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