Großer Preis von Bahrain: Pre-Events

Formel 1 2014

— 06.04.2014

Ferrari: Wieso ist Alonso so zufrieden?

Ferrari ergattert im Grand Prix von Bahrain gerade einmal drei Punkte: Fernando Alonso lobt das Team, Kimi Räikkönen sieht kein Top-Speed-Problem



Vor den Augen von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo erlebten die Roten ein Grand-Prix-Wochenende in Bahrain mit Pleiten, Pech und Pannen. Am Freitag hätte das Team beinahe ein Auto mit unterschiedlichen Reifenmischungen ins Training geschickt, am Samstag wurde der F14 T von Superstar Fernando Alonso im Qualifying immer langsamer und am Sonntag standen die roten Autos oft nur dann im Blickpunkt, wenn sie überholt wurden.

Die beiden Ferraris konnten sich am Ende eines harten und spektakulären Renntages in Manama immerhin drei Punkte gutschreiben lassen. Fernando Alonso (9.) und Kimi Räikkönen (10.) ergatterten die Krümel, die von den anderen Teams übrig gelassen wurden. Besonders auffällig: Wann immer die Autos aus Maranello in Duellen gegen Force India, Williams oder Red Bull auftauchten, waren sie Verlierer. Die Roten waren im dritten Grand Prix des Jahres ein gefundenes Fressen für die Konkurrenz.

"Das war ganz offensichtlich kein gutes Rennen. Der Start war nicht toll, dann hat mich in der ersten Runde wieder einer der McLarens getroffen", berichtet Räikkönen nach einem Tag mit intensiven Kämpfen auf der Piste. "Wir müssen uns verbessern", stellt der Finne klar. Ferrari hatte sich für eine Strategie mit drei Stopps entschieden, konnte die Vorteile der frischen Pneus in der Schlussphase aber nie nutzen, weil sich zum Start der Safety-Car-Phase auch alle anderen neue Gummis geholt hatten.

Langsam oder schnell: Was denn nun?

"Vielleicht ist das Ergebnis nicht ganz ehrlich. Ferrari wäre wohl normalerweise weiter vorne gewesen, weil sie eben eine andere Strategie gefahren haben. Aber okay, Ferrari war zu langsam", fasst Experte Marc Surer seinen Eindruck vom Auftritt des Traditionsteams in der Wüste zusammen. Aus Sicht fast aller Beobachter war die Darbietung weit weg von dem, was man von Ferrari erwarten darf. Nur einer malt Rot etwas rosarot an: Fernando Alonso.

"Es war okay. Das Auto hat generell heute eine gute Leistung geboten. Aber natürlich sind wir noch nicht so konkurrenzfähig, wie wir sein wollen", so der Spanier nach Rang neun in Manama. "Das Team hat von Samstag auf Sonntag einen guten Job gemacht. Es wurden ein paar Teile getauscht, weil wir nicht genau wussten, warum wir zu wenig Power hatten." Mangelnde Leistung des Antriebs kann also nicht die Ursache für das schlechte Abschneiden gewesen sein. Was dann?

"Der Start war gut, die Strategie auch und die Boxenstopps ebenso. Das Rennen war also eigentlich in Ordnung. Es fehlt aber halt noch an Performance", gibt sich Alonso zurückhaltend. "Wir sind auf den Geraden nicht schnell genug. Es war vorher klar, dass uns die Strecke in Bahrain nicht gerade entgegenkommen würde. Es werden aber wieder bessere Sonntage kommen." Eine seltsame Reaktion des Ex-Champions, der die Ferrari-Probleme sonst oft offen anspricht.

"Ich finde, unser Tempo auf den Geraden ist gar nicht so schlecht. Wir können heranfahren, dennoch ist es schwierig, an den Langsamen vorbeizukommen", schildert Räikkönen einen ganz anderen Eindruck. Was denn nun? Dass die beiden Ferrari-Topstars grundsätzlich ein unterschiedliches Gefühl für den neuen F14 T haben, ist nicht neu. Das Problem an der Sache: Das Team muss einen Weg finden, den Wünschen beider Piloten gerecht zu werden - und gleichzeitig wirklich schneller zu werden.

Fotoquelle: xpbimages.com

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