Daniel Ricciardo konnte seinen Teamkollegen Sebastian Vettel schlagen

Formel 1 2014

— 07.04.2014

Horner: Wenn jetzt noch der Top-Speed stimmt...

Die Pace des RB10 im Rennen sorgt für Zuversicht im Weltmeisterteam, allerdings hat Red Bull nach wie vor an der fehlenden Höchstgeschwindigkeit zu knabbern



Red Bull hat beim RB10 aerodynamisch offenbar wieder einmal vieles richtig gemacht. Denn trotz der schwerwiegenden Motorprobleme, die Renault seinen Kunden in diesem Jahr beschert, ist das Weltmeisterteam halbwegs konkurrenzfähig - Mercedes mal außer Acht gelassen. Daniel Ricciardo fuhr in Melbourne auf Platz zwei - wenn auch anschließend disqualifiziert - und musste sich in Bahrain neben den "Silberpfeilen" einzig dem Force India von Sergio Perez geschlagen geben. In Malaysia holte Sebastian Vettel für die "Bullen" als Dritter die Kastanien aus dem Feuer.

Red Bull ist somit schon wieder besser in Form, als die nackten Zahlen nahelegen. Eklatant sind einzig die niedrigen Top-Speed-Werte, die von der Renault-Antriebseinheit ausgehen. "Es ist kein Geheimnis, dass die Mercedes auf der Geraden deutlich schneller sind als wir", meint Teamchef Christian Horner. 11,3 km/h betrug der Rückstand auf den Höchstwert von Felipe Massa am Sonntag. "Die Renault-Jungs arbeiten wirklich hart daran. Wenn man betrachtet, wo wir stehen, obwohl wir diesen Nachteil auf der Geraden haben, dann ist das schon beeindruckend."

"Ich denke, bei freier Fahrt ist unsere Pace gar nicht so schlecht", findet Horner. Das Problem des Teams seien derzeit aber vor allem die DRS-Zonen: "Wir haben einfach nicht die Geschwindigkeit, um andere Autos zu überholen. Dann bekommt man Schwierigkeiten." Mit den bisherigen Fortschritten ist der Brite jedoch vollends zufrieden: "Wenn man bedenkt, wo wir bei den Tests vor fünf Wochen standen, dann hätten wir keine Renndistanz absolvieren können. Und schon gar kein Rennen, in dem wir konkurrenzfähig sind. Aber heute waren wir konkurrenzfähig, und wir können von den Tests nächste Woche profitieren."

Besonders gegen Ende des Grand Prix drehte Red Bull auf. "Ich denke, das kommt daher, dass unsere Jungs auf den weichen Reifen unterwegs waren, während die anderen auf den harten gefahren sind. Aber dieser letzte Stint hat strategisch auch extrem gut funktioniert. Sebastian war die härteren Reifen gleich in seinem ersten Stint losgeworden, Daniel in seinem mittleren." Überhaupt seien die Pirellis-Pneus ein Schlüsselfaktor gewesen. "Die Reifen haben heute wieder gezeigt, was für eine strategisch wichtige Rolle sie bei einem Grand Prix spielen", so Horner.

Hoffnung zieht der Teamchef auch aus der eigenen Erfahrung von Sebastian Vettels Aufholjagd vor zwei Jahren: "2012 waren wir zu Beginn auch nicht in guter Form. Damals gab es die Regeländerung im Hinblick auf den angeblasenen Diffusor. Da hatten wir auch einen Nachteil, aber wir haben uns in die WM zurückgekämpft. Die Lücke darf nur nicht zu groß werden. Jeder Punkt ist wichtig." In zwei Wochen rechnet Horner jedoch noch nicht mit einem Ende der silbernen Dominanz: "In China wird Mercedes wegen der langen Geraden wieder schwer zu schlagen sein.".

Fotoquelle: xpbimages.com

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