Für Gene Haas kam die Bekanntgabe von Bernie Ecclestone in Bahrain überraschend

Formel 1 2014

— 08.04.2014

Teams akzeptiert: Haas & Kolles wussten von nichts

Gene Haas und Colin Kolles haben aus den Medien erfahren, dass die Bewerbungen ihrer Formel-1-Teams angeblich angenommen worden sein sollen



Als sich Bernie Ecclestone am Sonntag in Bahrain im Medienzentrum den Fragen der Journalisten stellte, ließ der Formel-1-Geschäftsführer auch eine kleine Bombe platzen: nämlich dass die Aufnahme von zwei neuen Teams in die Königsklasse des Motorsports bereits beschlossene Sache sei, und zwar nicht nur von seiner, sondern auch von FIA-Seite. Zuvor hatte die FIA Ende Februar bekannt gegeben, dass sich die Entscheidung im Aufnahmeverfahren verzögern werde, ohne einen konkreten Zeitpunkt für eine offizielle Verlautbarung zu nennen.

Jetzt scheint es endlich einen zeitlichen Fahrplan zu geben: "In den nächsten Tagen werden wir die finale Bekanntgabe verlautbaren", erklärt FIA-Präsident Jean Todt. Und auch die beiden betroffenen Teams offiziell benachrichtigen, denn die haben von ihrem Glück aus den Medien erfahren. "Man hat uns seitens der FIA nicht informiert", bestätigt Gene Haas, Chef des US-Formel-1-Teams, "aber Bernie ist quasi die Hälfte der Formel 1. Ich bin mir sicher, dass das gilt, was er sagt."

Neben Gene Haas, der den ehemaligen Red-Bull-Technikchef Günther Steiner an seiner Seite weiß, hat sich auch Colin Kolles mit einem rumänischen Projekt für einen Formel-1-Einstieg beworben. Beide Teams scheinen die notwendige Finanzierung vorweisen zu können. "Es haben sich einige Teams beworben, in Zukunft in der Formel-1-Weltmeisterschaft an den Start zu gehen. Einige Bewerbungen waren besser als andere", sagt Todt.

"Eines ist klar: Diese Teams müssen zuerst eine Präsentation machen, um ihre Bewerbungen bei der FIA einzureichen. Eine Gruppe an Personen wird sich das anhören und sie befragen", fährt er fort. "Dann werden die Bewerbungen von der FIA angenommen oder abgewiesen. Danach geht es zum Inhaber der kommerziellen Rechte, der seine Meinung abgibt. Sind beide Meinungen positiv, dann werden diese Teams in Erwägung gezogen."

Über dieses vom Franzosen skizzierte Prozedere herrscht hinter den Kulissen etwas Verwunderung, weil die Bewerber ohnehin schon umfangreiche Präsentationen, unter anderem vor FIA-Chefinspektor Charlie Whiting, abgehalten haben. Außerdem drängt langsam die Zeit: Um wie vorgesehen 2015 an den Start gehen zu können, muss möglichst rasch der offizielle Startschuss erfolgen, ansonsten können sich die neuen Teams nicht mehr ausreichend vorbereiten.

"Wir haben schon viel Planungsarbeit erledigt, vieles ist auch schon in der Umsetzung", sagt Haas. "Aber du kannst keine Verträge unterschreiben, solange du keine Lizenz hast, und die wird nun mal von der FIA ausgestellt. Ich habe keine Zweifel an dem, was Herr Ecclestone sagt, aber bis der rechtliche Papierkrieg erledigt ist und wir die Lizenz tatsächlich in Händen halten, werden wahrscheinlich noch ein paar Wochen vergehen."

"Eigentlich", kritisiert er, "hätten wir schon vor zwei Monaten Bescheid wissen sollen. Wenn Herr Ecclestone sagt, dass wir angenommen sind und die FIA in den nächsten paar Wochen eine Benachrichtigung verschickt, dann können wir schon 2015 einsteigen. Aber wenn wir einen weiteren Monat verlieren, dann geht das nicht mehr." In dem Fall müsste die Aufnahme der neuen Teams wohl oder übel auf 2016 verschoben werden.

Fotoquelle: NASCAR

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