Keine Verbindung: Wo Marussia draufsteht, ist nicht unbedingt Marussia drin

Formel 1 2014

— 09.04.2014

Marussia zieht den Stecker: Team in Gefahr?

Laut russischen Berichten steht Autohersteller Marussia vor dem Aus und hat alle Projekte beendet: Das Formel-1-Team soll davon aber nicht betroffen sein



Marussia-Präsident Nikolai Fomenko zieht aus allen Projekten den Stecker. Laut Berichten der russischen Kollegen von 'RBC' hat der russische Sportwagenhersteller seine Projekte mittlerweile beendet und auch bereits die letzten Ingenieure der Supersportwagen gefeuert. Die Produktion sei bereits eingestellt, und die ersten Vermögenswerte werden derzeit verkauft, heißt es weiter.

Auch vom gleichnamigen Formel-1-Team, an dem man Ende der Saison 2010 den Großanteil übernahm, hat sich Marussia bereits getrennt. Beim Team aus Banbury betont man allerdings, dass die Zukunft des russischen Sportwagenherstellers Marussia Motors nichts mit der Zukunft des Formel-1-Teams zu tun habe: "Es gibt absolut keinen Einfluss auf die Geschäfte des Formel-1-Teams", betont Teamsprecherin Tracy Novak gegenüber 'R-Sport'.

"Es gibt keine finanzielle oder technische Verbindung zwischen den beiden Unternehmen (Marussia Motors und Marussia F1 Team; Anm. d. Red.)", betont Novak weiter. "Das Formel-1-Team ist schon seit längerem in unabhängiger Funktion." Statt Marussia Motors würde das Team aktuell dem Unternehmen Marussia Communications Limited gehören. Ein solcher Eigentümerwechsel wurde in jüngster Vergangenheit allerdings nicht berichtet, zudem verzichtet Novak auf weitere Details und will nicht verraten, wann der Besitzerwechsel von statten ging.

Marussia ist einer der finanzschwächsten Rennställe im Formel-1-Starterfeld. Das russische Team kämpft in jeder Saison ums Überleben, und weiß im Zweifel nun auch keinen Hersteller mehr hinter sich. Umso wichtiger wäre es für das Team, wenn man auf den bedeutsamen zehnten Platz in der Konstrukteurs-WM kommen würde, wie es im vergangenen Jahr gelungen ist. Nach drei Rennen der aktuellen Saison liegt man ebenfalls wieder vor Konkurrent Caterham, obwohl man weiterhin keinen Zähler einfahren konnte.

Doch die beiden 13. Plätze von Max Chilton machen Mut: "Das Team hatte einen positiven Start in die Saison", betont Novak, "und wir freuen uns auf weiteren Erfolg bei der Verfolgung unserer Rennziele." Das beste Ergebnis der vierjährigen Teamgeschichte sind zwei zwölfte Plätze von Timo Glock in Singapur 2012 und Charles Pic in Brasilien in der gleichen Saison.

Würde man Marussia aus der Formel 1 verlieren, dann hätte man weiterhin zehn Teams, die in der Formel 1 unterwegs wären. Ab 2015 stehen mit Operationen von Gene Haas und Colin Kolles allerdings bereits zwei weitere Teams an der Schwelle zur Königsklasse, die auf ihre Zulassung warten. Offiziell bestätigt wurden beide noch nicht, doch Bernie Ecclestone verriet jüngst bereits, dass beide die Zusage bekommen werden.

Fotoquelle: xpbimages.com

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