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Formel 1 2014

— 10.04.2014

Mallya: "Kämpfen über unserer eigenen Gewichtsklasse"

Force-India-Teamchef Vijay Mallya blickt auf einen stetigen Aufstieg seines Rennstalls zurück und hat großes Vertrauen in das Talent Sergio Perez'



Force India ist bis dato vielleicht die Positivüberraschung der Saison. Nicht nur, dass Nico Hülkenberg mit 28 Zählern auf Rang drei der Gesamtwertung liegt und damit der beste Nicht-Mercedes-Fahrer ist; darüber hinaus erreichte Teamkollege Sergio Perez in Bahrain sogar das Podium. Nach Giancarlo Fisichella im Jahr 2009 (Zweiter in Spa) gelang dem indischen Team dieses Kunststück erst zum zweiten Mal. Teamchef Vijay Mallya erinnert sich an den langen Weg, den das Team seit seiner Debütsaison 2008 hinter sich gebracht hat.

"Als ich das Team damals kaufte, fuhren wir am Ende des Feldes herum. Da ging es nur darum, wer Letzter wird", denkt der Inder gegenüber 'Autosport' zurück. "Seit der Übernahme haben wir unsere Investitionen und Ressourcen kaum signifikant erhöht, sondern uns einfach nur darauf konzentriert, eine eigene Kultur innerhalb dieses Teams aufzubauen. Das heißt, wir kämpfen über unserer eigenen Gewichtsklasse - und zwar ganz gut. Wir können zwar mit den Bedingungen der großen Teams nicht mithalten, schlagen sie aber trotzdem auf der Strecke."

Auf den aktuellen Lorbeeren ausruhen wolle sich Force India aber keineswegs: "Wir sitzen nicht faul herum. Wir entwickeln genauso weiter und hoffen, wettbewerbsfähig zu bleiben. Das hier ist keine Eintagsfliege zum Saisonstart." Für Schanghai hat der Rennstall, der in der Teamwertung aktuell an Platz zwei steht, deshalb bereits einige Aerodynamik-Updates angekündigt, die den VJM07 angeblich eine halbe Sekunde pro Runde schneller machen sollen.

Das will Hülkenberg allerdings erst einmal abwarten, bevor er seine Prognose für den vierten Saisonlauf abgibt: "Ich weiß nicht, ob die halbe Sekunde realistisch ist. So etwas muss man erst einmal mit Vorsicht genießen. Ich will es am Auto haben und fühlen. Erst dann bin ich zufrieden", stellt er gegenüber 'auto motor und sport' klar. "Wir müssen die gute Phase nutzen und von den Punkten her das Maximum rausholen. Bisher hat das gut geklappt. Auf dieser Welle müssen wir weiter surfen."

Lob für Perez

Für Garagennachbar Perez verliefen die ersten beiden Rennen zunächst äußerst enttäuschend. Beim Saisonauftakt wurde der ehemalige McLaren-Pilot Zehnter, anschließend konnte er in Malaysia aufgrund von Getriebeproblemen gar nicht erst starten - während sein Teamkollege überzeugte. Nun aber Platz drei in Bahrain. "In den ersten beiden Rennen hatte er Pech", erklärt sein Teamchef. "Diesmal hatte er seine Chance und hat bewiesen, aus welchem Holz er geschnitzt ist."

"Er war bei McLaren, und die würden keinen Fahrer verpflichten, von dem sie nicht überzeugt sind. Ich habe gleich gesagt, dass er großes Talent hat, und dass wir ihn brauchen", versichert Mallya. Ob Perez kommende Woche in China erneut die Nase bei Force India vorn haben wird, bleibt abzuwarten, denn bisher war Hülkenberg klar der Konstantere Fahrer.

Indes erweist sich Mallya einmal mehr als echter Sportsmann. Auch wenn es zwischen seinen Piloten in Bahrain eng zuging - Stallregie ist für ihn kein Thema. "Absolut nicht. Dafür stehe ich nicht. Bei uns gibt es so etwas wie Stallorder nicht. Beide sind schnell und beide wollen Punkte sammeln - solange sie nichts Dummes tun, ist das völlig okay für mich."

Fotoquelle: xpbimages.com

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